Blick auf die erste Januardekade 2013 1. bis 10.01.2013

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Blick auf die erste Januardekade 2013 1. bis 10.01.2013

UNREAD_POSTvon Wettermaik » 02.01.2013, 09:54

Nun hat das Jahr gerade erst begonnen und heute schaue ich mal in die Zukunft, zumindest in die nahe, bis zum 10. Januar 2013. Vielleicht finde ich ja sogar sowas wie einen Hauch von Winter. Aber erst einmal der Blick auf heute.

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Eine Hochdruckzone über dem Nordatlantik nimmt verstärkt Einfluss auf das Wetter über Mitteleuropa und wird dabei auch Deutschland erfassen. Zwischen ihr und Tiefdruckgebieten bei Grönland und über dem Nordpolarmeer wird anfangs noch kalte Luft aus dem Polargebiet nach Deutschland geführt. Niederschläge gehen vor allem im Süden und der Mitte in Graupel und Schnee über. Zeitgleich gelangt deutlich mildere Luft bis nach Großbritannien.


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Diese Milderung setzt sich bis Freitag auch über Deutschland durch. Die Temperatur könnte vor allem im Westen Deutschlands wieder in den zweistelligen Bereich steigen. Aber auch im Osten, Norden und Süden sind wir weit vom Winter entfernt mit Werten zwischen 5 und 9 Grad. Die Kaltluft wird unterdessen weiter nach Osten abgedrängt.


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Eine typische Winterhochdruckwetterlage könnte es dann zum Sonntag im Norden und der Mitte Deutschlands geben. Da die Luft vom Nordatlantik kommt, es windschwach ist und die herangeführte Luft sehr feucht sein könnte, bestünde im Norden und der Mitte Deutschlands die Möglichkeit einer Inversionswetterlage. Die Temperatur nimmt mit der Höhe zu und sorgt für dichte hochnebelartige Wolken, die immer wieder Nieselregen bringen können. Teilweise breitet sich Nebel aus, der sich hartnäckig den ganzen Tag hält. Es bliebe auch am Sonntag eher mild mit Werten zwischen 6 und 10 Grad, wobei die zweistelligen Werte im Südwesten Deutschlands erreicht werden.


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Strecken wir unsere Fühler mal auf den kommenden Mittwoch aus. Auch bis zum Ende der 1. Januardekade dürfte sich nicht all zu viel beim Wetter tun. Zwar schwächt sich der Hochdruckeinfluss auf Deutschland etwas ab, wobei Tiefdruckgebiete mit dem Rückzug der Hochdruckzone nach Süden wieder weiter südlich über Großbritannien Richtung Skandinavien vorankommen können. So richtig kalte Luft kann sich aber nicht durchsetzen. Schon am 9. Januar könnte bedingt durch die Lage eines neuen Tiefs nordwestlich Irlands neue milde Luft vom Nordatlantik herangeführt werden, auch wenn es in den vorangegangenen Nächten mal leichten Frost im Osten Deutschlands gegeben hat.


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Niederschläge sind vor allem noch bis Samstag zu erwarten, danach setzt sich trockneres und niederschlagarmes Wetter durch. Vor allem am Samstag könnte es im Osten Deutschlands kräftigere Niederschläge geben, die zu einer Luftmassengrenze gehören, die sich über Deutschland bildet und milde Luft vom Nordatlantik von kalter Luft über Osteuropa trennt.

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Die Schneeprognose der kommenden 192 Stunden spricht für sich selbst. Nur Richtung Alpen sind anfangs Schneeschauer und leichte Schneefälle möglich. Danach sieht es hier auch so aus, als ob an Schnee nichts Nennenswertes mehr hinzukommt.


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Zwar macht es den Anschein, als ob sich nach dem 10. Januar 2013 kühlere Luft durchsetzen könnte, aber so richtig winterlich sieht auch der Trend für Berlin und Freiburg nicht aus. Es scheint so, als würde sich eher ein winterlicher Hauch durchsetzen bei Werten um oder leicht unter dem Gefrierpunkt. Der Hauptlauf bleibt dabei allerdings eher im positiven Bereich, was aber noch nicht heißt, dass er nicht doch noch Richtung negative Temperaturen ausweichen kann.

Bleibt also erst einmal abzuwarten, wann der Winterdurchbruch kommt. Vielleicht ja schon mit Beginn der zweiten Januardekade oder auch erst später.
Maik Thomaß
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