Frühling

Wissenswertes zum Thema Wetter

Frühling

UNREAD_POSTvon Maik » 30.05.2021, 13:30

Frühling


Der Frühling ist die Jahreszeit, in der meteorologisch, klimatologisch und phänologisch das vielfältigste Wetter und die größte Veränderung in der Natur stattfindet und die Natur aus dem Winterschlaf erwacht.


Foto Maik Thomaß
Erste Vorboten des nahenden Frühlings sind in der Natur die ersten Frühblüher. Dabei kommen die Schneeglöckchen schon Ende Februar Anfang März zum Vorschein. Im Frühling erwacht die ganze Natur. Neben den Frühblühern bekommen auch die Bäume ihre Blätter und die Obstbäume ihre Blüten, aus denen sich nach der Bestäubung zum Sommer hin die Früchte wie Äpfel, Birnen, Kirschen oder Pflaumen entwickeln.

Für das Voranschreiten des Frühlings wird gerne die Apfelblüte genommen. Sie beginnt statistisch gesehen um vor dem 20. April im Südwesten Deutschlands und erreicht den Nordosten und Norden Deutschlands in der Regel um den 20. Mai. Je nach Verlauf des Frühlings können die Anfangs- und Endzeiten um ein bis zwei Wochen variieren.


Foto: Maik Thomaß
Astronomisch beginnt der Frühling in Deutschland am 20. März, dies bis zum Jahr 2048. An diesem Tag herrscht auf der Nordhalbkugel Tag- und Nachtgleiche, sprich die Sonne scheint 12 Stunden. Der Frühling endet am 21. Juni mit der Sommersonnenwende, wenn die Sonne ihren höchsten Stand am Himmel erreicht.

Meteorologisch sind die Jahreszeiten nach ganzen Monaten aufgeteilt. So beginnt der meteorologische Frühling bereits am 1. März und endet am 31. Mai. Diese Aufteilung wurde zur besseren statistischen Erfassung von Daten von der WMO, der World Meteorological Organization, der Weltorganisation für Meteorologie, eingeführt.

Während vor allem in den ersten beiden meteorologischen Frühlingsmonaten März und April gerade die Nächte nochmals frostig werden können, sind am Tag Werte bis 20 Grad und teilweise bis 30 Grad Ende April möglich. Die Temperaturschwankungen zwischen nächtlichem Tiefstwert und Tageshöchstwert sind im Frühling am größten. Der Boden ist teilweise noch ausgekühlt, so dass die Nächte nochmals frostig werden. Am Tag erreicht die Sonne, durch den höheren Sonnenstand, eine größere Erwärmung des Bodens.


Foto Maik Thomaß
In den Küstenregionen spielt das umgebende Wasser eine große Rolle. Gerade dann, wenn der Wind vom Meer herkommt, sind die Temperaturschwankungen am Tag nur gering. Dafür wird es im Küstenumfeld auch nicht so warm, wie beispielsweise im Landesinneren. An den Küsten tritt durch das überströmen von milder und feuchter Luft über das kalte Wasser verstärkt Seenebel, auch Advektionsnebel, auf.

Im März und April können nochmals Schneefälle, Schnee- und Graupelschauer auftreten. Deren Neigung nimmt im Mai ab. Dafür treten im April und Mai die ersten kräftigen Gewitter auf. In den Jahren 2010 und 2011 war der April der trockenste Monat seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Dies führte zu einer erhöhten Waldbrandgefahr in ganz Deutschland. Aufgrund der noch nicht ganz belaubten Bäume sind diese gerade vor dem ersten Laub sehr schnell ausgetrocknet, so dass es zu höheren Waldbrandwarnstufen kommt. Mit dem ersten frischen Laub ändert sich dies.


Foto: Maik Thomaß
Die Wirkung der steigenden Lichtintensität auf den Menschen sind eine erhöhte Auschüttung von Serotonin und Dopamin. Neben einem besseren Befinden sorgen diese Stoffe auch für eine erhöhte Euphorie. Gerade in den Frühlingsmonaten wird, aufgrund der erhöhten Hormonausschüttung beim Menschen, der Wunsch nach einem Partner erhöht.

Mit dem eintreffenden Frühling, aus Sicht der Phänologie (Pflanzenkunde) beginnt für Allergiker aber auch die Jahreszeit des Leidens. Während sich die Natur entfaltet und ihre Pollen aussendet, werden Pollenallergiker zu den Geplagten des Frühlings.

Im Vorfrühling Ende Februar Anfang März sind die ersten Pollen von Haselnuss, Schneeglöckchen, Schwarz-Erle und Salweide, des Winter-Jasmins und des Bergahorns unterwegs.


Foto: Maik Thomaß
Im Erstfrühling blühen Forsythie, Stachel- und Johannisbeere, später Kirsche, Pflaume, Birne, Schlehdorn und Ahorn. Auf den Feldern geht das erste Sommergetreide auf und das Dauergrünland ergrünt. An den Bäumen von Rosskastanie und Birke, Rotbuche, Linde und Ahorn beginnen die ersten Blätter zu sprießen.

Den Vollfrühling kennzeichnen die Blüten von Apfel, Flieder und Himbeere. Der Vollfrühling zieht etwa 40 Kilometer pro Tag von Südwesten nach Nordosten. In Europa beginnt er bereits Ende Februar Anfang März im Südwesten Portugals und und erreicht 90 Tage später Finnland.
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