02.09.2009 - Erster Herbststurm am 4. und 5. September 2009 (Teil 2)

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02.09.2009 - Erster Herbststurm am 4. und 5. September 2009 (Teil 2)

UNREAD_POSTvon Maik » 20.09.2021, 06:14

Erster Herbststurm am 4. und 5. September 2009 (Teil 2)


Kaum hat der meteorologische Herbst begonnen (1. September), so stellt sich die Wetterlage komplett um. Am 1. September zeigte sich das Wetter nochmals gnädig. Die Sonne schien besonders im Osten bis zum Abend und trieb die Temperaturen über die 30-Grad-Marke. Nur der Westen war am Nachmittag benachteiligt. Hier zeigten sich dichte Wolken mit Regen. Die dichten Wolken läuteten eine Wende beim Wetter ein.




Schon am 2. September werden die höchsten Temperaturen um bis zu 10 Grad unter denen des 1. Septembers liegen. Einziger Trost, die Sonne zeigt sich häufig. Das wird aber nur der Anfang eines kühlen Witterungsabschnittes und gleichzeitig ein Vorgeschmack auf den kommenden Herbst sein.


Die Ausgangswetterlage
Unter Verstärkung liegt ein Tief in der Nacht auf Freitag an der Südküste Norwegens. Es wird sich zum Sturmtief entwickeln. An der Südflanke des Tiefs bildet sich ein weiteres Tief über dem Ärmelkanal, welches im Tagesverlauf über Norddeutschland hinwegziehen wird. Dabei gelangt weitere Kaltluft mit Ursprung im Polargebiet bis in die Alpenregionen. Aufgrund der größer werdenden Luftdruckgegensätze wird es voraussichtlich zum ersten Herbststurm kommen. Am Samstag wird sich eine Hochdruckzone von den Azoren bis nach Mitteleuropa erstrecken. Auch Deutschland gerät in dessen Einflussbereich. Das Tief wird unterdessen mit seinem Kern über die südskandinavische Küste ziehen, Dänemark passieren und sich über der westlichen Ostsee langsam auflösen. Tiefdruckgebiete über Skandinavien sorgen dagegen weiterhin für den Transport kühler Luftmassen nach Mitteleuropa. Am Sonntag wird sich ein Hoch über Süddeutschland entwickeln und für eine Wetterberuhigung sorgen. In einer zunehmend südwestlichen bis südlichen Luftströmung gelangt mildere Luft nach Deutschland.


So wird sich das Wetter an den kommenden Tagen bis Sonntag zeigen
Freitagvormittag wird es östlich der Elbe noch viel Sonne und nur wenige Wolken geben. Sonst starten wir mit vielen Wolken in den Tag, die Regen bringen, der südlich des Mains teilweise ergiebig fallen kann. Am Nachmittag sind am Alpenrand weitere Regenfälle möglich, die lokal auch gewittrig sein können.

Zwischen Donau und Main hat man gute Chancen trocken durch den Tag zu kommen. Nördlich des Mains halten sich dichtere Wolken, die immer wieder Regen bringen, der vor allem im Rheinland kräftig ausfallen kann. Kräftige Schauer aber kaum Sonne sind im Nordosten Deutschlands unterwegs. Die Temperatur steigt am Nachmittag im Nordwesten und Westen auf 12 bis 17 Grad an. Vom Oberrhein bis in den Osten und Nordosten Deutschlands können 19 bis 22 Grad erreicht werden.

Der kurzzeitig nachlassende Wind lebt im Tagesverlauf von Südwesten her stark auf. So wird es bereits in den Vormittagsstunden vom Schwarzwald bis ins Rheinland Sturmböen geben. In den höheren Lagen der Mittelgebirge wird er teilweise mit schweren Sturmböen einhergehen. Am Nachmittag zieht das Starkwindfeld über die Mitte Deutschlands, so dass in einem breiten Streifen von Nordrhein-Westfalen und dem Schwarzwald bis nach Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen verbreitet Sturmböen auftreten. Vereinzelt sind auch schwere Sturmböen möglich. Im Harz kann es einzelne schwere Sturmböen geben. Am Nachmittag kommen dann im Nordwesten ebenfalls Sturmböen hinzu.

Der Höhepunkt des Sturms wird voraussichtlich in den Vormittagsstunden des Samstags erreicht. Im norddeutschen Tiefland sind verbreitet Sturmböen, an der Nordsee vereinzelt auch orkanartige Böen möglich. Im Tagesverlauf wird es weitere Sturmböen nördlich des Mains geben. Nach Süden lässt der Wind im Tagesverlauf spürbar nach. Er kommt überwiegend aus Südwest, an der Nordsee auch aus West. Dazu werden immer wieder dichte Wolken über Deutschland hinwegziehen, die im Norden und der Mitte Regen, an der Nord- und Ostsee auch kräftige Schauer und Gewitter bringen. Südlich des Mains ist es wechselnd wolkig und meist trocken. Mit 11 bis 17 Grad wird weiterhin frische Luft herangeführt.

Sonntag kann sich ein Hochdruckgebiet über dem Südosten Deutschlands festsetzen. So werden letzte dichtere Wolken mit etwas Regen im Norden und Osten seltener. Von Südwesten her wird es zunehmend freundlicher und trocken. Verbreitet werden 15 bis 17 Grad erreicht, Am Ober- und Niederrhein sowie in Sachsen steigt das Quecksilber auf 20 bis 22 Grad Celsius an. Der Wind ist nur noch schwach bis mäßig unterwegs.

Text: Maik Thomaß, 02.09.2009 11:15
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