Wetterlage vom 29.03. bis 01.04.2012

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Wetterlage vom 29.03. bis 01.04.2012

UNREAD_POSTvon Wettermaik » 29.03.2012, 14:26

Die Wetterlage vom 29. März bis 1. April 2012


Tiefdruckgebiet „Ellen“ liegt mit seinem Kern über dem Baltikum und transportiert am Donnerstag polare Kaltluft über Skandinavien nach Süden. Hoch „Harry“ ist unterdessen auf den Nordatlantik gezogen und erstreckt sich von dort über Großbritannien bis nach Italien und ans östliche Mittelmeer.

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In der Nacht auf Freitag bildet sich ein neues Tief über Skandinavien, das am Donnerstagabend die nördliche Ostsee erreichen wird. Deutschland bleibt dabei in der Zufuhr sehr kühler Luft aus dem Polargebiet. Zudem wird feuchte und wolkenreiche Luft herangeführt. In Deutschland halten sich am Donnerstag dichte Wolken, die immer wieder Nieselregen bringen, der im Nordstau der Alpen auch mal kräftiger ausfallen kann. Kaltluft fließt allgemein über Osteuropa ein. Tief „Ellen“ sorgt für den Vorstoß der polaren Kaltluft bis nach Griechenland und ans Schwarze Meer. Warme Luftmassen werden dagegen über den Nordatlantik nach Island gelenkt, die Teilweise auch den Süden Grönlands erfasst.

Eine markante Kaltfront überquert am Samstag Deutschland. Sie gehört zu dem Tief, das am Freitag noch über der nördlichen Ostsee liegt und sich am Samstag über das Baltikum zur Ukraine zieht. Auf diesem Weg verstärkt es sich. Im Laufe des Tages wird die markante Kaltfront mit dichten Wolken und Regen über Deutschland hinwegziehen. Der Regen geht von Norden her teilweise in Schnee über. Am Nachmittag folgen teilweise kräftige Schnee-, Regen- und Graupelschauer. Auch kurze Gewitter sind möglich. Die Temperatur erreicht am Tag nur noch im Südwesten Deutschlands zweistellige Werte. Im Rest des Landes bleibt es mit 4 bis 8 Grad deutlich kühler.

Verbreitet Frost gibt es in der Nacht auf Sonntag. Die Kaltluft liegt über Deutschland und erreicht die Alpen, Tschechien, die Ukraine und in abgeschwächter Form auch den Norden Griechenlands. Am Sonntag weitet sich Hoch „Harry“ von Großbritannien her nach Osten aus. Dabei wird ein Keil über die Mitte und den Süden Deutschlands bis nach Nordgriechenland reichen. Zwischen dieser Hochdruckzone und Tiefdruckgebieten über Skandinavien und Nordosteuropa wird weiterhin polare Kaltluft über Skandinavien bis nach Griechenland gelenkt. Deutschland liegt dabei im Randbereich dieser polaren Kaltluft, die bodennah herangeführt wird. In höheren Luftschichten gelangt etwas feuchtere und mildere Luft über den Nordatlantik nach Deutschland, die teilweise für Hochnebel und Sprühregen sorgt. Um die Tiefdruckgebiete über Skandinavien und Osteuropa wird zeitgleich subtropische Luft aus dem Nordosten Afrikas über die Türkei bis weit in den Norden Russlands geführt.

Der Wettertrend bis Mittwoch den 4. April 2012: Auch am Montag verbleibt Deutschland unter dem Zufluss sehr kalter Polarluft. Tiefdruckgebiete über Skandinavien lenken immer wieder kalte Luftmassen über Skandinavien und die Nordsee nach Süden. Allerdings werden die Ausläufer der Tiefdruckgebiete vor allem den Norden Deutschlands streifen. Der Süden und die Mitte bleiben im Bereich der Hochdruckzone, die sich von Island über Großbritannien und Nordfrankreich bis nach Norditalien erstreckt. Vor allem im Südwesten wird es wieder etwas milder.
Schon am Dienstag könnte ein neues Tief, welches sich über Norwegen bildet, über Dänemark zur Ostsee ziehen und einen weiteren Schwall polarer Kaltluft weiter nach Süden vorantreiben. Unterdessen baut sich über Großbritannien ein neues Hoch auf, das sich langsam nach Osten ausweitet. Während im Norden und der Mitte des Landes die Temperatur zwischen 4 und 8 Grad liegt, wird es im Süden mit 10 bis knapp 15 Grad milder. Dazu gibt es verbreitet Schauer, die in der Nordhälfte teils aus Graupel- und Schneeschauer niedergehen. Im Süden können auch einzelne Gewitter dabei sein.
Am kommenden Mittwoch könnte es eventuell im Süden nochmals Einwintern. Die Kaltfront des Tiefs erreicht die Alpen und könnte dort durch Stauung für teilweise kräftige Schneefälle sorgen. Im Nordosten können sich auch noch einzelne Schneeschauer aufhalten. Sonst macht sich von Westen her ein neues Hochdruckgebiet breit, dass sich zunehmend nach Mitteleuropa ausbreitet. Im Westen wird es dabei am sonnigsten. Die Temperaturen liegen überall im einstelligen Bereich und an den Alpen kann es leichten Dauerfrost geben.

Text: Maik Thomaß, 29.03.2012 - 15:10

Quelle: http://www.wettertopia.de/vorhersagenar ... erlage.htm
Maik Thomaß
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