Vom täglichen Betteln nach Spenden unter Ausnutzung der Angst der Menschen

Vom täglichen Betteln nach Spenden unter Ausnutzung der Angst der Menschen

Ungelesener Beitragvon Maik Thomaß » 04.10.2021, 14:56

Vom täglichen Betteln nach Spenden unter Ausnutzung der Angst der Menschen


Wir schreiben das Jahr 2021, das Jahr 2 nach der Enddeckung des Coronavirus. Und in den zwei Jahren haben sich viele Verschwörungstheoretiker, Querdenker, Schwurbler und sogenannte Journalisten das Virus zur reinen Gelddruckmaschine umfunktioniert.

Ich nenne gerne ein paar Namen, die aus der Blase der Coronaspendenbettler kommen. Boris Reitschuster, Niklas Lotz, Roland Tichy, Peter Weber, Attila Hildmann. Sie alle haben Eines gemeinsam. Sie schwören auf Meinungsfreiheit, aber nur solange, wie jemand anderes deren Meinung vertritt.

Bei Twitter passiert es vielen, die etwas gegen Neverforgetniki (@nikitheblogger oder wie ich ihn gerne nenne NikiderBlocker) sagen, kritisch hinterfragen oder gar eine andere Meinung vertreten, Folgendes:

Sobald eine Meinung nicht der von Herrn Lotz entspricht, wird derjenige geblockt. In zahlreichen Beiträgen auf Twitter geht es recht einseitig um folgende Themen: Parteien (alle kritisch begutachtet, außer die AfD), Migration, Coronamaßnahmen, FridaysForFuture oder allgemein, was Klimawandel angeht. Dabei schaukelt sich der selbsternannte Journalist täglich mehrmals an einem und dem selben Thema fest.


Es entsteht der Eindruck, als würde N. Lotz es geil finden, immer wieder das Selbe in anderen Formulierungen zu schreiben. Dementsprechend sehen dann auch die Antworten seiner Anhimmler aus, die, liest man sich die Texte durch und schaut auf Rechtschreibung und Grammatik, nicht gerade mit der hellsten Kerze auf der Torte konkurieren können.

Aber auch sonst baut sich in den weniger intellektuell hochwertigen Beiträgen von Niklas Lotz schnell ein Mob der Empörung auf und sehr schnell werden parallelen zur DDR, dem 3. Reich und anderen aktuellen Diktaturen gesucht. Aber nicht nur bei Herrn Lotz bleiben solche Beispiele ungerührt stehen, auch bei Boris Reitschuster, zu dem ich in wenigen Augenblicken komme.

Wer sich mit dem Profil von neverforgetniki näher befasst sieht eine Struktur. Die ersten Beiträge werden meist erst um die Mittagszeit verfasst, kommen dann häppchenweise alle paar Stunden bis in die Nacht hinein. Was zu 99 Prozent aller Beiträge gemeinsam haben? Alle werden von Herrn Lotz eröffnet, jedoch taucht er in den 99 Prozent der genannten Beitragsdiskussionen nicht auf. Stop, das ist nicht ganz richtig. Irgendwann kommen solche Beiträge:


Diese folgen in regelmäßigen Abständen. Aber wofür hinterfragen wohl die wenigsten Leser. Soweit bekannt, wohnt Niklas Lotz noch bei seinen Eltern zuhause (es wird dabei spekuliert, dass er ein Zimmer im Keller bewohnt), alle nutzbaren sozialen Medien sind kostenlos, sei es Youtube, Instagram, Twitter, Facebook und wo er sich noch so rumtreibt. Die von ihm erstellten Videos sind sehr billig erstellt. 10 bis 15 Minuten sitzt er fast versteinert vor der Kamera, zückt ab und an mal sein Smartphone um daraus vorzulesen, fast unmerkbar treten kurze Schnitte auf (vielleicht musste er da auch kurz mal Pipi) und sonst kostet es ihn nichts. Seine, wie er selbst schreibt, "wichtige Arbeit" ist so wichtig, wie der Normalbürger erfahren möchte, was im Klärwerk an Abfällen ankommt.

Zwei von drei Punkten stimme ich bei seiner Selbstbeschreibung im Profil von Twitter zu:
Punkt 1: YouTuber mit 280.000 Abonnenten, wobei sich die Zahl immer mal wieder ändert
Punkt 2: politischer Blogger, auch das kann so stehen bleiben,
jedoch ist Punkt 3 frei erfunden: freier Journalist

Wer ein freier Journalist sein möchte, sollte unabhängig von irgendwelchen Geldern, die hier zumeist erbettelt werden, agieren. Dazu gehört auch, wie ein Journalist tätig zu sein, sprich frei von Meinung, unabhängig und parteiungebunden. Alles das trifft nicht zu. Er plauzt mit seiner Meinung rum, wie ein Elefant im Porzellanladen, unabhängig ist er nur, wenn er nicht einseitig für seine Spender schreiben würde, parteiungebunden ist er als ernannte AfDSprechpuppe schon lange nicht mehr. Auf letzteres kommt jeder, der sieht, wie er CDU, SPD, GRÜNE, FDP, Die Linke und andere Parteien offen angreift, jedoch nie ein kritisches Wort über die AfD verliert. Besonders stach dies vor der Bundestagswahl 2021 hervor. Er lobte die AfD so dermaßen im Himmel, dass dieser streckenweise noch erweitert werden musste.

Und wenn die "Meinung" durch "Zensur" beschnitten wird, in diesem Fall keine Zensur sondern zahlreiche Verstöße gegen Richtlinien der einzelnen Webseitenbetreiber, dann wird mal eben Folgendes geschrieben
, was von seiner Fanbase natürlich, ohne zu hinterfragen, gleich "geliket" wird.

Übrigens zum Thema "Zensur" und der, meiner Meinung nach entgehenden Spenden, hier vier kurz nacheinander folgende Aufrufe, doch bitte die neue Seite zu liken: Bitte die Zeitstempel beachten. Ich möchte mal behaupten, dass Niklas Lotz neben Mitteilungsbedürftigkeit auch einen unsagbaren Drang nach Selbstdarstellung hat:

2. Oktober um 19:40

2. Oktober um 20:22

2. Oktober um 21:03

2. Oktober um 21:24




Ich gehe noch einmal auf das Thema Spenden ein.
Hier erst einmal Beispiele, wie "unabhängiger Journalismus" funktioniert:






So sehen Spendenaufrufe für Journalismus unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit aus. Wie das bei Niklas Lotz aussieht, habe ich bereits gezeigt.

Bei "Hallo Meinung" geht es noch ein Stück besser mit der Meinungsfreiheit, denn unter vielen Videos bei Youtube finden Diskussionen statt, jedoch nicht bei Hallo Meinung, hier steht Folgendes:
Hallo-Meinung-Youtube-Kommentare.jpg


Und dies ist kein Einzelfall, hier ist das bei jedem einzelnen Video der Fall, dass keine Kommentare möglich sind. Ist das die viel zitierte Meinung oder gar Meinungsfreiheit oder will Herr Weber gerne kritische Stimmen durch Meinungsdiktatur und Auslese gar nicht erst veröffentlichen?

Aber auch untereinander funktioniert die Meinungsmache sehr gut. So loben sich Niklas Lotz, Peter Weber und Boris Reitschuster gerne gegenseitig in den Himmel.

So steht bei "Hallo Meinung" Niklas Lotz als Autor ganz oben auf der Liste:


Auch wird von Niklas Lotz der Herr Reitschuster öfters in Beiträgen erwähnt, Niklas Lotz ist in Videos von Hallo Meinung zu sehen und so schließt sich hier der Kreis der nach Spenden bettelnden Journalisten.

Aber halt, das war noch nicht alles. Boris Reitschuster, beschreibt sich bei Twitter wie folgt: "In 16 Jahren als Korrespondent in Moskau allergisch geworden gegen Ideologen, Sozialismus-Nostalgiker und Journalisten-Kollegen, die die Regierung loben." Quelle: https://twitter.com/reitschuster

Wer seine Beiträge verfolgt, sieht, in welche Richtung es geht. Corona steht auf Platz 1. Dabei geht es aber nicht um die Aufklärung des Themas, sondern schlicht weg um die Verbreitung seiner Meinung zum Thema, Vergleiche mit anderen Ländern, sehr gerne mit Russland, die als Negativbeispiel herhalten müssten, und die offene Verfälschung von Daten. Zudem kommen irgendwelche Gastbeiträge, deren Wahrheitsgehalt nicht geprüft wird. Ab und an plauzen auch hier Beiträge unter dem Deckmantel des Journalismus raus, in dem von "Mir wurde erzählt, dass" berichtet wird. Spätestens an dieser Stelle sollte jedem Einzelnen klar sein, dass hier kein Journalismus, sondern reine Meinungsmache auf dem Plan steht.

Und natürlich ist für Herrn Reitschuster ein Verstoß gegen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Seitenbetreiber eine willkürliche Zensur seiner, oftmals verqueren, Meinung:


Momente, in denen dann von "Zensur" gesprochen wird, weil irgendwelche Kanäle gesperrt wurden, zeigen wieder einmal mehr auf, dass es den hier genannten Akteuren nicht um Journalismus sondern schlichtweg ums Geldeintreiben geht. Wenn der Kanal von einem der hier aufgeführten "Journalisten" gesperrt ist, sind die Videos für keinen sichtbar, was wiederum heißt, dass in dieser Sperrzeit keine Einnahmen generiert werden können. Was die Fans der einzelnen aufgeführten Personen angeht, so glauben sie jeden noch so schwachsinnigen Satz bezüglich Zensur. Aber keiner von denen hat jemals die Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelesen. Und in Zeiten von Fakenews, Falschmeldungen und Verschwörungstheorien sind Plattformen wie Youtube, Facebook und Twitter eben diesen Leuten, die derartige Beiträge veröffentlichen auf den Fersen und werden dementsprechend handeln.

Das Geschäft mit der Angst der Leute funktioniert hervorragend. Coronaleugner und Verschwörungstheoretiker lassen sich gerne ihre Ausflüge zu Anti-Corona-Demos bezahlen, nur um dort vor einem Smartphone irgendwelche belanglosen und leeren Wortphrasen ins Internet zu blasen. Wer mit den richtigen Argumenten dummgläubige Anhänger findet, bekommt Tag für Tag ihr Geld in den Rachen geschossen. Und von den geldgeilen Möchtegernjournalisten wird es nie eine Wende oder irgendeine Hilfe geben. Sie sind einfach auf ihren eigenen Profit aus, Hauptsache die Kasse klingelt und der spendende Dummbatz am Rechner glaubt die Halbwahrheiten und gefälschten Beiträge.


Hinweis für alle Leserinnen und Leser: Dieser Beitrag wird noch erweitert. Also schaut gerne öfters vorbei.
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