Ausstellungseröffnung "Im Fluss der Zeit / Z biegiem rzeki. Jüdisches Leben an der Oder"
Die Landschaft an der Oder mit ihren wechselnden herrschaftlichen und nationalen Zugehörigkeiten war über Jahrhunderte ein Begegnungsraum. Hier kreuzten sich auch die deutsch-jüdische und die polnisch-jüdische Kultur. In der Neuzeit bedrohte der Nationalismus, gepaart mit dem Antisemitismus, diese kulturelle Vielfalt. Der Nationalsozialismus zerstörte sie. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden weite Abschnitte der Oder zur deutsch-polnischen Grenze und die deutsche Bevölkerung aus den Regionen östlich des Flusses vertrieben. Polen fanden hier eine neue Heimat und für kurze Zeit schien es, dass in Niederschlesien und Pommern jüdisches Leben heimisch werden könnte. Die Ausstellung widmet sich Momenten der jüdischen Geschichte beiderseits der Oder. Sie will zum Nachdenken und zum Gespräch zwischen den ehemaligen und heutigen Bewohnern der Region anregen. Nähere Informationen können Sie dem beigelegten Flyer entnehmen.
Eröffnet wird die Ausstellung am 3. März 2019 um 14.00 Uhr in der Museumsstraße des Pommerschen Landesmuseums. Nach einer Einführung in das Thema durch die Kuratorinnen der Ausstellung, Frau Dr. Magdalena Abraham-Diefenbach sowie Frau Dr. Magdalena Gebala, führen diese durch die Ausstellung. Anschließend bitten wir zu einem kleinen Empfang. Zu der Veranstaltung laden wir Sie und alle Interessierten herzlich ein. Gerne stehen die Kuratorinnen im Anschluss für ein Interview zur Verfügung.
Weitere Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung:
Donnerstag, 14. März 2019, 18.00 Uhr:
Prof. Dr. Jörg Hackmann (Stettin/Greifswald): Die deutsch-jüdische Geschichte Stettins. Eine Spurensuche, Eintritt: 2,50 Euro
Donnerstag, 21. März 2019, 18.00 Uhr:
Nadine Garling, M. A. (Stralsund): Die jüdischen Kaufmannsfamilien in Stralsund, Eintritt: 2,50 Euro.