Friedländer Große Wiese: Land berät nachhaltige Nutzungskonzepte
Verfasst: 22.11.2019, 17:32
Friedländer Große Wiese: Land berät nachhaltige Nutzungskonzepte
| Um sie landwirtschaftlich nutzen zu können, wird sie bereits seit Jahrhunderten entwässert. Dadurch kam das Wachstum von moorbildenden Torfmoosen bereits im 18. Jahrhundert zum Erliegen. Im 20. Jahrhundert wurde die Entwässerung des Gebietes vorangetrieben welche ihren Höhepunkt zwischen 1957 und 1966 erreichte. Moorböden sind für bestimmte intensive landwirtschaftliche Nutzungen, vor allem für den Ackerbau nicht geeignet. Diese Bewirtschaftung greift tief in die Struktur des Moorkörpers ein. Der Torf mineralisiert (zersetzt sich) und sackt insbesondere auch durch die fehlende Durchfeuchtung in sich zusammen. Dadurch ist die Oberfläche bereits um bis zu 2,5 Meter abgesackt. „Dieses Problem lässt sich auch nicht durch Zuschusswasser aus der Peene lösen, wie es von vielen Landwirten in der Region gefordert wird“ sagt Minister Dr. Till Backhaus nach intensiver Analyse der Problematik in seinem Hause. | „Wir brauchen eine nachhaltige Wertschöpfung auf Moorböden, die auch die vielfältigen Ansprüche von Natur-, Boden- und insbesondere des Klimaschutzes berücksichtigt.“ Durch die Zersetzung der Pflanzenmasse wird klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) frei, was dazu führt, dass Moore zu den größten CO2-Emittenten in Deutschland gehören. Von der FGW allein werden jährlich 37 Tonnen CO2 abgegeben. Da eine tragfähige Lösung nur gemeinsam mit den Beteiligten entwickelt werden kann, hat Minister Dr. Backhaus ein Runden Tisch initiiert, zu dem u.a. Landwirte, Interessensvertreter und Verbände eingeladen sind, um gemeinsam mit den zuständigen Behörden über erste Schritte in diese Richtung zu diskutieren. |