Polizeiliche Einsätze in der Silvesternacht
So rückten die Beamten hauptsächlich zu Sachbeschädigungen und Bränden aus, die größtenteils durch Pyrotechnik ausgelöst wurden. Beschädigt oder zerstört wurden hierbei überwiegend Mülltonnen und bereits im Freien zur Entsorgung gelagerte Weihnachtsbäume. Regionale Schwerpunkte waren dabei nicht erkennbar.
In Neubrandenburg wurden durch Feuerwerksraketen am 31. Dezember 2019 um 22:37 Uhr ein Balkon im Ludwig-van-Beethoven-Ring sowie am 1. Januar 2020 um 1:16 Uhr ein Balkon im Reitbahnweg in Brand gesetzt. Beide Brände wurden durch die Kameraden der Berufsfeuerwehr Neubrandenburg gelöscht, ohne dass es zu größeren Schäden kam. Die Sachschäden werden in diesen beiden Fällen auf 2.500 Euro sowie 500 Euro geschätzt.
Auch in Stralsund, in der Arnold-Zweig-Straße, kam es am 31. Dezember 2019 um 21:22 Uhr zu einem Balkonbrand. Hier besteht der Verdacht, dass der Brand ebenfalls durch Pyrotechnik ausgelöst wurde. Der Sachschaden beträgt ca. 5.000 Euro. Weiterhin kam es am 1. Januar 2020 um 1:12 Uhr in der Parkstraße zu einem Brand eines Pkw Chevrolet Aveo, in dessen Folge die gesamt Front des Fahrzeugs zerstört und so ein Schaden von ca. 3.000 Euro verursacht wurde. Auch in diesem Fall sind vermutlich Feuerwerkskörper für den Brandausbruch ursächlich. Beide Feuer wurden durch die Berufsfeuerwehr Stralsund bekämpft.
Im Erlenweg in Tutow brannte am 1. Januar 2020 um 0:08 Uhr eine Gartenlaube komplett herunter. Durch das Feuer, dass vermutlich ebenfalls durch Feuerwerkskörper ausgelöst wurde, entstand ein Sachschaden von ca. 5.000 Euro. Zur Brandbekämpfung waren die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Tutow im Einsatz.
Der höchste Sachschaden entstand am 1. Januar 2020 um 0:26 Uhr im Schäferweg in Ueckermünde. Hier gerieten durch das Abbrennen von massiver Pyrotechnik zunächst ein Carport und in der weiteren Folge zwei darunter abgestellte Pkw in Brand. Beide Pkw brannten vollständig aus, drei weitere Pkw wurden durch die Hitzeentwicklung beschädigt. Der Gesamtschaden wird zurzeit auf ca. 35.000 Euro beziffert.
Glücklicherweise sind bei keinem der Brände in der Silvesternacht Personen zu Schaden gekommen.
Ein weiterer Einsatzschwerpunkt waren Streitigkeiten und Körperverletzungen, oftmals im alkoholisierten Zustand begangen. Hier kam es meist nur zu kleineren Verletzungen.
Nach erster Einschätzung entsprach das Einsatzgeschehen in etwa dem der Vorjahre.
Quelle: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/108747/4480963