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„Das erste Experiment“. Die Deportation der jüdischen Bevölkerung aus der Provinz Pommern im Februar 1940

Verfasst: 05.02.2020, 07:58
von Maik Thomaß

„Das erste Experiment“. Die Deportation der jüdischen Bevölkerung aus der Provinz Pommern im Februar 1940

Greifswald - Am Donnerstag, den 6. Februar 2020 um 18 Uhr hält Dr. Eryk Krasucki (Stettin) einen Vortrag über das Thema „Das erste Experiment“. Die Deportation der jüdischen Bevölkerung aus der Provinz Pommern im Februar 1940. Dieser Vortrag findet statt im Rahmen eines Workshops mit deutschen und polnischen Wissenschaftlern zum Thema „Quellen zur Geschichte jüdischen Lebens in Stettin bis 1940 und zur Deportation in das Generalgouvernement“. Aktueller Anlass ist, dass sich am 12. Februar die Deportation der Stettiner Juden zum 80. Mal jährt.
Der Abendvortrag wird von Dr. Eryk Krasucki auf Polnisch gehalten und simultan übersetzt. Da seine Untersuchungen im Lubliner Archiv bisher nur auf Polnisch publiziert sind, besteht beim Vortrag in unserem Haus für das deutschsprachige Publikum zum ersten Mal die Gelegenheit, sich über diese Forschungen zu informieren.

Hier die Daten der Veranstaltung im Überblick:

BAUSTEINE ZUR LANDESGESCHICHTE
Donnerstag, 06.02.2020, 18.00 Uhr
„Das erste Experiment“.
Die Deportation der jüdischen Bevölkerung aus der Provinz Pommern im Februar 1940
Dr. Eryk Krasucki (Stettin)

Noch immer ist dieser Vorgang in der Geschichte der Shoah nur unzureichend bekannt. Der Titel bezieht sich auf eine Beschreibung, die Hannah Arendt in ihrem Buch „Eichmann in Jerusalem“ vorgenommen hat, in dem sie diese Vorgänge als „das erste Experiment“, Übung oder Versuch für die Nationalsozialisten bezeichnete. Sie dienten der Beantwortung der Frage, ob die Deportation einer großen Anzahl von Juden aus dem Gebiet des sogenannten Altreichs überhaupt möglich sei. Mit Bezugnahme auf Arendt sollen die grundlegenden Fakten, Quellen sowie weitergehende Forschungsperspektiven zu diesem Ereignis vorgestellt werden.

Öffentlicher Abendvortrag im Rahmen des Workshops: „Quellen zur Geschichte jüdischen Lebens in Stettin bis 1940 und zur Deportation in das Generalgouvernement“

In Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für pommersche Geschichte, Altertumskunde und Kunst und der Kulturreferentin für Pommern und Ostbrandenburg
Eintritt: 3,50 Euro