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Wenn aus Parkanlagen Wald wird

Verfasst: 04.10.2016, 17:05
von Maik Thomaß

Wenn aus Parkanlagen Wald wird

Rostock: Dem Rostocker Amt für Stadtgrün fehlt Geld für Pflege und Personal. Aus Parkanlagen werden immer mehr Anlagen mit dem Status Wald.

Offiziell wurden bereits drei Parkanlagen in Rostock zum Wald umgewandelt. Grund hierfür ist das fehlende Geld beim Amt für Stadtgrün in Rostock. Der Mönnichpark in Gehlsdorf, der Wossidlopark in Brinckmansdorf und der Arankapark in Warnemünde wurden bereits zum Status Wald erklärt.
Das Amt für Stadtgrün braucht jährliche Mittel von 100000 Euro, um diesem Trend entgegen zu wirken. Unter anderem benötigt man das Geld für die Pflege von Gehölzen. "Die Nutzungsmöglichkeiten und -bedingungen zwischen Wald und Park sind grundsätzlich andere", so lautet es aus der Verwaltung. Das heißt, dass Spielplätze, Liegewiesen, Sportflächen und technische Ausstattungen sowie Wege nicht vorgesehen seien.
Fremde und unerwünschte Pflanzen können sich durch die fehlende Pflege ausbreiten. Im Mönnichpark macht sich seit Jahren wilder Ahorn breit. Parkanlagen seinen von herausragender Bedeutung für das gesamtstädtische Grünsystem, so die Verwaltung der Hansestadt Rostock. Für die Stadtumwelt dienen sie als klimatisch-ökologischer Stabilisator. Außerdem sollen sie den sportlichen und kulturellen Interessen der Einwohner dienen.

Oberstes Gebot in Wäldern sei jedoch die nachhaltige Erhaltung und Mehrung des Bestandes. Diese ginge vor die Erholung und Gesundheit der Bevölkerung. In Wäldern tritt der Bauschutz außer Kraft. Der Besitzer haftet nicht für waldtypische Gefahren. Auch der Zustand der Wege bleibt auf der Strecke. Für alle heißt es dann: "Betreten auf eigene Gefahr!"

Auch im Park an der Mühle, Kringelgrabenpark, in den Barnstorfer Anlagen und im Park am Fischerdorf werden Teilflächen als Wald eingestuft. Das Amt für Stadtgrün bewirtschaftet derzeit mehr als 850 Hektar.