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Hochhäuser könnten als Landmarken dienen

Verfasst: 04.10.2016, 17:09
von Maik Thomaß

Hochhäuser könnten als Landmarken dienen

Rostock: Am Donnerstag legten Lutz Braun und Torsten Viebke von der Architekturfabrik Neubrandenburg eine erste Vision zur weiteren Entwicklung der Rostocker Südstadt dem Verwaltungsrat vor. "Wir sehen Potenzial für rund 50000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche, das ist eine ganze Menge", sagte Lutz Braun.

Zwei neue Hochhäuser könnten demnach entlang der Nobelstraße entstehen, eines südlich der Ernst-Haeckel-Straße das zweite an der Ecke Tychsenstraße. Ein drittes könnte das heutige Berghotel ersetzen. Alle sollen bis zu 13 Geschosse besitzen. Dies könnte noch für reichlich Diskussionsstoff sorgen.
Professor Claus Anderhalten, Mitglied des Aufsichtsrates, ist überzeugt, dass die Hochhäuser diese Höhe haben sollten. Zudem seien die Standorte bestens geeignet. Drei viergeschossige Gebäude direkt am Südring sieht er und seine Kollegen dagegen skeptisch. "Wir sind nicht alle von diesen Trittsteinen überzeugt", sagte Anderhalten. Die Anwohner werden an dieser Stelle großem Verkehrslärm ausgesetzt sein.
Kollege Jörg Knieling ist überzeugt "Eine Wohnlage am Südring ist nicht attraktiv". Auf lange Sicht müsse der Umgang mit der wichtigsten Kreuzung geklärt werden. Die Nobelstraße und der Südring sind noch immer trennende Barrieren in der Südstadt. Laut Knieling sind noch mehr attraktive Übergänge notwendig.

Auch die Randlagen aus den 1960er Jahren stehen für Neubauten bereit, so die Planer. "Das Wohngebiet soll als Vorstadtsiedlung erhalten bleiben. Es kann nicht darum gehen, eine eigene Innenstadt zu etablieren", sagte Braun. Bei allen Vorschlägen handelt es sich um Wohnanlagen.

"Es ist ein absolut logisches Ergebnis, die Ränder zu stärken und nicht die Mitte des Viertels zu verdichten", sagt Antje Osterwold. Die Bauten sollten an den Stil der 1960er angeknüpft werden, jedoch ihren selbst erkennbar sein.

Klaus Petersen, Vorstand des Beirats "An dem Viertel wurde sich noch nicht städtebaulich vergangen. Es hat sich wirklich gelohnt, dass die Stadt die städtebauliche Analyse in Auftrag gegeben hat". Die eigentliche Idee aus den 1960er sei jetzt wieder lesbar geworden und an diesen und weiteren Ausarbeitungen können sich zukünftige Investoren orientieren.