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Handel und Gastronomie stärken: IHK unterbreitet Vorschläge zur Innenstadtbelebung

Verfasst: 06.06.2020, 09:34
von Maik Thomaß

Handel und Gastronomie stärken: IHK unterbreitet Vorschläge zur Innenstadtbelebung

Schwerin - Die Nachfrage und die Umsätze bleiben in vielen innerstädtischen Geschäften Westmecklenburgs unter dem Niveau der Zeit vor der COVID-19-Pandemie. Besonders kleine und mittelständische Betriebe brauchen darum jetzt die Unterstützung ihrer Kommunen.
„Die Kommunen Westmecklenburgs haben es in der Hand, jetzt verstärkt attraktive Rahmenbedingungen für Gastronomie und Handel zu schaffen und ihre vitalen Ortszentren zu erhalten. Das ist Wirtschaftsförderung für unsere Geschäfte vor Ort“, erläutert Matthias Belke, Präsident der IHK zu Schwerin.

Wie dies aussehen kann, machen die Kommunen Ludwigslust, Grevesmühlen, Schwerin und Wismar beispielhaft vor, in dem sie erweiterte und kostenfreie Außenflächen im Rahmen der Sondernutzung für die Gastronomie und den Handel bereitstellen. Doch das darf nur der Anfang sein. So könnten Kommunen ihre öffentlichen Freiflächen auch Schaustellern für einen längeren Zeitraum kostenfrei zur Verfügung stellen. Damit kann die Standort-Attraktivität erhöht und gleichzeitig diesen Unternehmen eine geschäftliche Perspektive geboten werden.

Die Industrie- und Handelskammer zu Schwerin fordert zudem, die Regeln für die Durchführung von verkaufsoffenen Sonntagen zu erleichtern. „Genau wie bei der Sondernutzung für Außengastronomie werden unbürokratische Lösungen auch für den Handel gebraucht“, mahnt Belke. Verkaufsoffene Sonntage sollten ohne Anlassbezug genehmigungsfähig werden. Damit können Kundenfrequenzen entzerrt und ein Verkauf an Wochenendurlauber auch ohne große Veranstaltungen, die derzeit noch nicht zulässig sind, ermöglicht werden.