Eröffnung des Seetouristischen Informations- und Organisationszentrums in Rostock-Warnemünde
Verfasst: 02.07.2020, 13:07
Eröffnung des Seetouristischen Informations- und Organisationszentrums in Rostock-Warnemünde
Seetouristisches Informations- und Organisationszentrum von heimischen Betrieben gebaut
Die Baumaßnahmen umfassten unter anderem die Errichtung eines festen Abfertigungsgebäudes mit rund 2.200 Quadratmetern Grundfläche, das die bestehende provisorische Zeltkonstruktion ersetzt, und den Neubau eines zweigeschossigen Servicegebäudes von knapp 1.000 Quadratmetern für Büro- und Zollnutzung. Zudem finden sich nun an den Außenanlagen 20 Auto- und 17 Busstellplätze. „Besonders erfreulich ist, dass die Mehrzahl der am Bau beteiligten Unternehmen ihren Sitz in Mecklenburg-Vorpommern hat. So stärken die Baumaßnahmen neben dem Kreuzfahrttourismus auch die heimische Wirtschaft“, hob Rudolph hervor.Kreuzfahrttourismus sorgt für beträchtliche Wertschöpfung – exzellente Werbung für Tourismusland Mecklenburg-Vorpommern
Auf Grundlage einer Studie des Kieler Instituts für Tourismus- und Bäderforschung in Nordeuropa, für die neben Passagieren und Besatzungsmitgliedern auch verschiedene Branchenvertreter interviewt wurden, betrugen die aus der Kreuzschifffahrt in Rostock-Warnemünde und Mecklenburg-Vorpommern generierten Umsätze im Jahr 2018 insgesamt 45,9 Millionen Euro. 2018 verzeichnete der Kreuzfahrthafen Rostock-Warnemünde mit 206 Anläufen von 44 Kreuzfahrtschiffen und 657.000 Passagieren (abgefertigt: 923.000 Passagiere) einen Rekord. Im Jahr 2019 gab es 196 Anläufe von Passagierschiffen. Hochgerechnet ergab das Einnahmen in Rostock und Mecklenburg-Vorpommern für das Jahr 2019 von 43,3 Millionen Euro. Die Befragung befasste sich auch mit dem Ausgabeverhalten der Passagiere mit Aufenthalt in Rostock-Warnemünde: Die Landausflügler und Transitpassagiere geben pro Kopf etwa 43 Euro, Reisewechselpassagiere rund 58 Euro und die Besatzungsmitglieder auf Landgang etwa 55 Euro aus. Bei den Reisewechselpassagieren kommen anteilig noch Ausgaben für Unterkünfte und Parkgebühren hinzu. So lassen Kreuzfahrtpassagiere und Besatzung pro Saison knapp 29 Millionen Euro in der Stadt und Region. Indirekte Kosten des Schiffsbetriebs für unter anderem Proviant, Treibstoff, Lotsen, Makler und Hafengebühren summieren sich auf rund 17 Millionen Euro im Jahr. Für das Jahr 2020 waren insgesamt 207 Anläufe von 44 Kreuzfahrtschiffen erwartet worden. Aufgrund der aktuellen Situation durch die Infektionskrankheit Covid-19 ist derzeit nicht klar, wann, ob und welche Kreuzfahrtanläufe in dieser Saison noch stattfinden können. „Der Kreuzfahrttourismus in Rostock-Warnemünde ist ein nationales und internationales Markenzeichen. Er sorgt für beträchtliche Wertschöpfung und ist zugleich exzellente Werbung für das Tourismusland Mecklenburg-Vorpommern und die Hanse- und Universitätsstadt Rostock“, sagte Rudolph.Wirtschaftsministerium unterstützt die Erweiterung der Infrastruktur in Rostock-Warnemünde
Die Gesamtinvestitionen für das Seetouristische Informations- und Organisationszentrum betragen mehr als 15,1 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund 13,6 Millionen Euro.Für die Landstromanlage werden die Gesamtausgaben rund 17,2 Millionen Euro betragen. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund 15,5 Millionen Euro.