RKI-Pressekonferenz zur aktuellen Coronalage in Deutschland
RKI-President Wieler zeigt sich über die derzeit wieder steigenden Neuinfektionen in Deutschland besorgt. Er sieht aber noch keine zweite Welle auf Deutschland zukommen. Er mahnt zeitgleich sich an die "AHA"-Regeln (Abstand, Hygiene, Alltagsmaske) zu halten und bestätigt gleich, dass diese Regeln auch noch weitere Monate bestehen bleiben. "Wir sind mitten in der Pandemie", so Wieler, und "wir haben es in der Hand".
Der Ausbruch in Gütersloh war die bisher größte Testung in Deutschland mit mehr als 1000 Tests.
Reiserückkehrer spielen, laut RKI, noch keine größere Rolle. Die durch den Lockdown rückgängigen Reisen senkten auch die Infektionen der Reiserückkehrer. Allerdings steigen die Zahlen derzeit wieder an und liegen bei 10 Prozent Steigerung. Entscheidend ist, für Reiserückkehrer mit COVID-19, die Kontaktzahlen möglichst gering zu halten.
Bei COVID-19 ist es sehr schwierig, den genauen Infektionsort festzustellen, so das RKI. Es kann im Flugzeug, jedoch auch am Flughafen, in Verkehrsmitteln und am Urlaubsort stattfinden. Datenschutz macht eine genaue Feststellung, gerade bei Flugreisen, schwierig.
Familien und Familienfeiern sind derzeit die größten Ausbruchszentren, dabei ist nicht nur die ältere Generation betroffen, sondern, wieder steigend, die jüngere Generation.
Der RKI-President Wieler hält die Nachlässigkeit im Umgang mit den Regeln für die steigenden Zahlen für ursächlich und bittet nachdrücklich die AHA-Regeln einzuhalten, denn sie sind der Schlüssel zum Erfolg.
Abstand von mindestens 1,5 Metern. Hände waschen und/oder desinfizieren. Masken dort tragen, wo der Abstand nicht einzuhalten geht. Draußen und drinnen.
Mund-Nasen-Schutz schützen in begrenztem Maße, sprich ich selbst werde nicht geschützt, aber ich schütze andere.
Lokale Einschränkungen bei Ausbrüchen, sprich Schließungen, wie zum Lockdown, schließt das RKI nicht aus.
Für den Herbst rät das RKI:
Häufiges Lüften von geschlossenen Räumen!