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Rentner weiter leichtgläubig und 20000 Euro leichter

Verfasst: 27.08.2020, 15:44
von Maik Thomaß

Rentner weiter leichtgläubig und 20000 Euro leichter

Ludwigslust-Parchim, Nordwestmecklenburg (ots) - Immer wieder versuchen Betrüger ältere Menschen mit den unterschiedlichsten Maschen unter Druck zu setzen, um an das Geld der Senioren zu kommen. Jetzt ist ein Ehepaar aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim Opfer von Enkeltrickbetrügern geworden.

Die Rentner (87/88) haben Bargeld in Höhe von 20.000 Euro übergeben, nachdem sich am Telefon ein Anrufer als ihr Sohn ausgegeben und Geld zur Schadensregulierung nach einem Unfall gefordert hatte. Von wechselnden Anrufern wurden die Geschädigten letztlich so unter Druck gesetzt, dass sie annahmen, ihrem Sohn sei etwas Schlimmes passiert sei.

In einem zweiten Fall in Nordwestmecklenburg hat eine Bankmitarbeiterin eine 85-jährige Kundin vor einem ebenso hohen Verlust bewahrt. Auch hier hatte angeblich der Sohn der Rentnerin einen Verkehrsunfall und benötigte nun dringend Geld für die Reparatur des Wagens.

Angezeigt wurde am 26. August 2020 auch ein Betrugsversuch mit der Masche "Falscher Polizist". Im Landkreis Nordwestmecklenburg klingelt das Telefon bei einer 78-jährigen Rentnerin. Die unbekannte Anruferin gab sich als Mitarbeiterin der Münchener Polizei aus und kündigte an, dass in Kürze Beamte zur Vollstreckung eines Haftbefehls erscheinen. Die 78-Jährige ließ sich aber gar nicht erst auf ein Gespräch ein und legte auf. Auffällig in diesem Fall war, das im Display der Rentnerin die Telefonnummer des Polizeireviers Gadebusch angezeigt wurde.
Quelle: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/108746/4690735