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Händlern geht die Luft aus - Hilfen müssen jetzt ankommen

Verfasst: 20.01.2021, 16:18
von Maik Thomaß

Händlern geht die Luft aus - Hilfen müssen jetzt ankommen

Schwerin - „Für viele Betriebe sind die von der Bundesregierung angekündigten Finanzhilfen noch nicht greifbar und jeder Tag des Wartens führt sie ein Stück näher in Richtung Insolvenz“, erklärt Siegbert Eisenach, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Schwerin.
Die Bundesregierung hat gestern die neuen Modalitäten für die Überbrückungshilfe III angekündigt. Das ist ein wichtiges Signal auch an den Einzelhandel. Vereinfachte Antragsstellung und besserer Zugang zu den Hilfen, insbesondere für stationären Einzelhandelsbetriebe, sehen die Unternehmen als Notwendigkeit an. Der Handel hat in Waren investiert und bereits die Waren für die nächste Saison ordern müssen. Durch die angeordneten Schließungen sowie Kontakt- und Mobilitätseinschränkungen kann kaum Warenbestand verkauft werden. Stark betroffen sind insbesondere innerstädtische Sortimente wie Bekleidung und Schuhe.

Eisenach appelliert erneut: „Die Dringlichkeit wächst. Die Ankündigung alleine reicht nicht aus. Jetzt müssen die Hilfen bei den Unternehmen schnell ankommen. Ansonsten kommt es täglich zu neuen Betriebsaufgaben und insbesondere unsere Innenstädte bleiben auf Dauer so leer und trostlos, wie sie jetzt sind.“

Neben den Hilfen brauchen unsere Unternehmen zudem Wege aus der Krise. Schon jetzt ist ein Plan für den Restart erforderlich. Der MV-Plan muss dringend weiterentwickelt werden, um den Unternehmen Planungssicherheit zu geben und wir brauchen jetzt Strategien für einen wirtschaftlich gelungenen Restart.

Die IHK zu Schwerin engagiert sich unter anderem im Dialogforum Einzelhandel Mecklenburg-Vorpommern für lebendige und attraktive Innenstädte.