Veranstaltungsreihe zum Küstenschutz

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Maik Thomaß
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Veranstaltungsreihe zum Küstenschutz

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Veranstaltungsreihe zum Küstenschutz

Schwerin - Vor 150 Jahren, im November 1872, ereignete sich die bisher schwerste messtechnisch dokumentierte Sturmflut an der südlichen Ostseeküste. Auch an den Küsten des heutigen Mecklenburg-Vorpommern kam es infolge von Überflutungen, schwerem Seegang und mangelnder Warnsysteme zu Todesopfern sowie zu erheblichen Schäden an Gebäuden und Infrastrukturen (v.a. Hafeninfrastrukturen). In einigen Ortslagen sind die Folgen bis heute im Ortsbild erkennbar.

Dies nimmt das Umweltministerium MV zum Anlass, um eine Veranstaltungsreihe zum Küstenschutz durchführen, die am 1. September 2022 in Prerow ihren Auftakt hat. Weitere Veranstaltungsdaten finden Sie am Ende dieser Pressemitteilung.

„Der Küsten- und Hochwasserschutzschutz ist eine Daueraufgabe, die nie abgeschlossen sein wird. Insbesondere der steigende Meeresspiegel infolge des Klimawandels zwingt uns hier ständig Anpassungen vorzunehmen und technischem immer auf dem neuesten Stand zu sein. Diese Aufgabe lässt sich nur in Abstimmung mit den betroffenen Städten und Gemeinden und unter Einbindung der örtlich zuständigen StÄLU bewältigen. Die sieben Veranstaltungen, die in den kommenden Monaten stattfinden werden, sollen dazu beitragen, dass wir ein gemeinsames Verständnis für erforderliche Schutzmaßnahmen, für mögliche Flächenumnutzungen und für ein wirksames Hochwasserrisikomanagement entwickeln“, erläuterte Umweltminister Dr. Till Backhaus in Schwerin.

Er bezeichnete die Sturmflut von 1872 als einen „Wendepunkt“ im technischen Küstenschutz. Zwar sei in vergangenen 150 Jahren viel erreicht worden, aber der Faden an neuen Herausforderungen reißt nicht ab.

Die Hochwasser- und Küstenstrategie des Landes setzt auf eine Minimierung der Risiken durch rechtzeitige Anpassung der Hochwasserschutzanlagen sowie die Information der Öffentlichkeit durch Vorhersage- und Warnsysteme. Beides ist verankert in den Hochwasserrisikomanagementplänen, die im Dezember 2021 in überarbeiteter Form veröffentlicht wurden.

Mecklenburg-Vorpommern investiert rund 20 Millionen Euro pro Jahr in den Küstenschutz. 2020 sind es laut Backhaus sogar 22,2 Millionen Euro gewesen. Er betonte, dass diese Summen angesichts steigender Meeresspiegel zukünftig nicht ausreichen würden. Insgesamt seien seit 1990 rund eine Milliarde Euro für den Küsten- und Hochwasserschutz investiert worden.

Für die kommende Veranstaltungsreihe haben das Umweltministerium und die Abteilung Küste des StALU MM eine Informationsbroschüre erstellt. Eine digitale Fassung finden Sie in der Anlage.

Veranstaltungstermine:

01.09.2022 – Prerow | Kulturkaten „Kiek In“, Waldstraße 42, ab 19:00 Uhr

21.09. 2022 - Graal-Müritz | Haus des Gastes

06.10. 2022 – Wismar | Zeughaus

20.10.2022 – Koserow | Veranstaltungssaal der Gemeinde

26.10.2022 – Trent | Gemeindezentrum

02.11.2022 – Greifswald | Bürgerschaftssaal

14.11.2022 – Rostock | Aula der Universität organisiert durch das Kuratorium für Forschung im Küsteningenieurwesen (s. http://www.kfki.de)
Redaktion Maik Thomaß
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