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#Strompreis

Verfasst: 27.08.2022, 13:43
von Maik Thomaß

#Strompreis

Unter dem Begriff #Strompreis finden sich derzeit zahlreiche Hasskommentare, besonders gegen Habeck und die derzeitige Ampelregierung.
Was hat es aber mit den steigenden #Strompreis(en) auf sich? Forderungen nach Atomenergie werden laut. Aber genau da liegt unser Problem. Atomenergie wird ja gerne als "saubere Energie" und "günstige Energie" verkauft. Im Moment der Stromerzeugung mag das stimmen, jedoch müssen die Brennelemente erst einmal geschaffen und später wieder entsorgt werden.

Alleine bei der Herstellung werden viele energiereiche Ressourcen verwendet, vom Endlager mal ganz abgesehen, denn beispielsweise Bayern möchte gerne Atomkraftwerke betreiben, den Atommüll aber gerne in Norddeutschland vergraben. Einfaches Prinzip, was auch bei anderem Müll in Deutschland passiert. Hier wird er erzeugt und weggeworfen und dann in Dritte-Welt-Länder exportiert, wo dann unser Müllproblem endet.

Was gerade bei der Atomenergie noch als großes Problem hinzukommt, sehen wir in Frankreich. Dort müssen viele Atommeiler heruntergefahren werden, weil das Wasser, aufgrund der großen Hitze der vergangenen Wochen, zu warm zum Kühlen ist und die Flüsse teilweise nicht mehr genügend Wasser führen.

Also ist Atomenergie gerade in Zeiten der Klimakrise keine Alternative, von den Kosten der Herstellung bis zur Endlagerung mal abgesehen. Ich meine, welcher der fordernden Atomkraftbefürworter würde denn schon so einen Brennstab bei sich in den Keller legen, um das Atommüllproblem zu lösen.

Um die #Strompreis(e) etwas in Schach zu halten, gibt es viele Möglichkeiten, der Mensch muss sie eben nur finden und nutzen. Beispielsweise den unnötigen Standby bei Geräten vermeiden, bei der Beleuchtung auf neue Technologien setzen, beim Kochen eben doch den mitgelieferten Topfdeckel verwenden und und und. Es gibt so viele Möglichkeiten und nur wenige sehen es.

Derzeit wird der steigende #Strompreis auf die aktuelle Ampelregierung geschoben. Fakt ist, dass Nordstream 2, wie von vielen gefordert, auf kurze und lange Sicht gesehen, das Problem nicht lösen wird. Auch Braunkohle als Alternative fällt aus. Bleiben nur noch wenige Energiequellen übrig. Nehmen wir einfach mal den Ausbau von Windkraft. Das größte Bundesland Bayern hat eine Verordnung zum Aufstellen von Windenergieanlagen auf die Beine gestellt, die es nahezu unmöglich macht, vom bebauungstechnischen Aspekt, überhaupt eine Windkraftanlage aufzubauen. Die magische Regel: "10 H-Regelung", soll heißen, eine Windkraftanlage mit 200 Metern höhe darf nach der 10 H-Regelung nicht dichter als 2000 Meter oder umgerechnet 2 Kilometer zu geschützten Wohngebäuden stehen.

Damit wird es in dann auch in Bayern tatsächlich schwierig, derartige regenerative Energiequellen aufzustellen. Nächster unschöner Aspekt: Wäre es möglich, doch in Bayern ein paar Windräder zu "pflanzen", kommt das nächste Problem. Wie die erzeugte Energie in die Netze einspeisen. Stromtrassen sollen ja auch nicht gebaut werden. Somit möchte Bayern nur "billigen" Atomstrom, den Müll des Atomstroms nicht im Bundesland belassen, am besten noch in Norddeutschland Wrackinggas aus dem Boden beziehen und keine Windenergieanlagen bauen, aber schön Strom verbrauchen.

Gut die steigenden #Strompreise sind ja nicht nur das Problem, dass Bayern sich vehement gegen erneuerbare Energien sträubt und das Nordstream2 nicht ans Netz geht. Nein, es ist auch nicht die Schuld der Ampelregierung, das Russland in die Ukraine eingefallen ist und dass europaweite Sanktionen zum Tragen kommen. Wir haben uns zu lange von billigen russischen Gas abhängig gemacht. Jetzt wurde der Hahn zugedreht und wir merken halt, was wir jahre- und jahrzehntelang versäumt haben.

Nun ist das Kind in den Brunnen gefallen und die Leute, die bisher mehr oder weniger sorglos mit dem Thema Energie umgingen, umdenken. Sprich, schauen, wo wirklich gespart werden kann. Wer sich mit der Thematik Stromsparen mal ein bisschen auseinandersetzt, ich weiß, das ist für einige Menschen zu viel Arbeit, da ist meckern doch viel effektiver, wird sehen, wo es überall noch Einsparpotentiale gibt. An dieser stelle möchte ich aber gleich erwähnen, dass ich diesen Teil nicht übernehmen werde, sonst machen die Meckerer ja wieder nichts und werden nicht selbst tätig.

Eines ist Fakt: Die Kosten für Energie steigen weiter. Der Stromverbrauch der Menschen wird im Laufe der nächsten Jahre auch weiter steigen. Atomenergie ist keine Lösung auf Dauer und neue Technologien sollten genutzt und gefördert werden. Und auch das Schlaraffenland der billigen Energie und der oftmals sinnlosen Verschwendung wird auf lange Sicht ein Problem, nicht nur in Deutschland, sondern weltweit.

Auch wenn es manchmal blöde klingt, aber Deutschland stellt sich gerne als Vorreiter hin und wird ausgelacht. Jedoch muss ja auch mal jemand den Anfang machen, sonst gibt es nie einen Anfang und das Ende naht umso schneller.
Und hier noch ein paar schlaue Ideen:
https://twitter.com/AfD_ThL/status/1563110743167291393
https://twitter.com/zukunft37/status/1562714211352195072
https://twitter.com/RubenRupp/status/1563467706975657984
https://twitter.com/PapkeGerhard/status/1563435155439529984
https://twitter.com/truppeandi/status/1563497251132977152