25 Jahre Mauerfall - Festveranstaltung in Zarrentin

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Maik Thomaß
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25 Jahre Mauerfall - Festveranstaltung in Zarrentin

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25 Jahre Mauerfall - Festveranstaltung in Zarrentin

Zarrentin. In Zarrentin hat eine gemeinsame Festveranstaltung der IHK zu Schwerin und der IHK zu Lübeck zum Thema "Grenzenlos erfolgreich - 25 Jahre nach dem Fall der Mauer" stattgefunden. "Die Wirtschaft kommt voran. In Mecklenburg-Vorpommern sind nach dem Mauerfall viele neue Unternehmen und Arbeitsplätze entstanden, im Verarbeitenden Gewerbe, im Handwerk, Tourismus oder in der Gesundheitswirtschaft. Dies ist vor allem die Aufbauleistung von mutigen Unternehmern und deren Mitarbeitern. Sanierte Städte und eine leistungsfähige Infrastruktur sind das für jeden sichtbare Ergebnis dieser Aufbauleistung", sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe am Montag vor Ort. "Fairer und gesunder Wettbewerb zwischen Unternehmen und Regionen ist genauso Bestandteil unserer gemeinsamen Entwicklung wie das abgestimmte Handeln, gerade bei für ganz Norddeutschland wichtigen Infrastrukturprojekten und Themen der maritimen Wirtschaft."
Aufbau Ost auch Konjunkturprogramm für Nachbarn im Westen
"Der Aufbau Ost war stets auch ein Konjunkturprogramm für unsere westlichen Nachbarn. Besonders in den ersten Jahren war Mecklenburg-Vorpommern Absatzmarkt für Konsumgüter, Autos und Bauleistungen. Die Unternehmen in Schleswig-Holstein und Hamburg haben enorm profitiert von den vielen gut ausgebildeten und motivierten Arbeitnehmern aus MV", so Glawe weiter. "Heute stellt sich der Arbeitsmarkt anders dar: Es gibt mehr Ausbildungsstellen als Bewerber, Fachkräfteknappheit droht, wir brauchen im Land Jede und Jeden. Deshalb werben unsere Unternehmen beispielsweise mit Pendleraktionstagen um rückkehrwillige Fachkräfte und Pendler. Die Unternehmen in ganz Deutschland stehen mittlerweile im Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte."

Wirtschaftlicher Aufholprozess noch nicht abgeschlossen
"Der wirtschaftliche Aufholprozess ist noch nicht abgeschlossen. Wir werden weiter an der wirtschaftlichen Angleichung arbeiten. Die Bruttowertschöpfung je Erwerbstätigen hat sich seit 1991 in Mecklenburg-Vorpommern verdreifacht. Auch im Vergleich zum deutschen Durchschnitt haben wir aufholen können. So lag die Bruttowertschöpfung je Erwerbstätigen in unserem Land 1991 noch bei rund 40 Prozent des deutschen Durchschnitts, heute haben wir fast 80 Prozent erreicht", sagte Glawe. "Nachholbedarf haben wir in dem noch zu geringen Anteil des Verarbeitenden Gewerbes an unserer Gesamtwirtschaftsleistung." Die Industriedichte in MV liegt mit 28 Beschäftigten je 1.000 Einwohner deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von rund 62. In Westmecklenburg liegt die Industriedichte mit 42 Beschäftigten je 1.000 Einwohner über dem ostdeutschen Durchschnitt (40), im Bezirk der IHK Lübeck beträgt sie 50.
Wirtschaftsräume sind eng verflochten
Die beiden Wirtschaftsräume Westmecklenburg und das östliche Holstein sind sehr eng miteinander verflochten. "Wer heute über die Autobahn 20 von Wismar nach Lübeck fährt, kann kaum noch glauben, dass er dafür vor 20 Jahren die dreifache Zeit gebraucht hat. Straße und Wege verbinden, Handel verbindet und die Menschen verbinden die Regionen", betonte Glawe. So war das Entwicklungsgebiet Herrnburg-Nord östlich von Lübeck das größte zusammenhängende Neubaugebiet in Mecklenburg-Vorpommern. Anfang 2006 wurde die 5.000-Einwohner-Marke überschritten. Mit einem Durchschnittsalter von 35,2 Jahren ist Lüdersdorf die jüngste Gemeinde in Mecklenburg-Vorpommern.

Metropolregion Hamburg - Mitglieder profitieren
Im Jahr 2012 sind neben dem Land Mecklenburg-Vorpommern der Landkreis Nordwestmecklenburg und ein Teil des Landkreises Ludwigslust-Parchim (der Alt-Landkreis Ludwigslust) der Metropolregion Hamburg beigetreten. "Wichtig ist es, die überregionale und internationale Wahrnehmbarkeit der Standorte deutlich zu stärken. Auf diese Weise profitieren alle Mitglieder der Metropolregion voneinander. Es gilt die Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen weiter auszubauen und Kooperationen auszuloten", sagte Glawe abschließend.
Redaktion Maik Thomaß
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