60-jähriger Mercedes-Fahrer versucht sich mehrfach den polizeilichen Maßnahmen zu entziehen
Verfasst: 08.04.2023, 05:44
60-jähriger Mercedes-Fahrer versucht sich mehrfach den polizeilichen Maßnahmen zu entziehen
Durch eine Funkwagenbesatzung des Polizeihauptreviers Ludwigslust konnte das Fahrzeug gegen 8:40 Uhr auf Höhe Wittenburg festgestellt werden. Es war beabsichtigt, den Mercedes an der nachfolgenden Anschlussstelle Zarrentin anzuhalten und zu kontrollieren. Die gesetzten Haltesignale des Funkwagens ignorierte der Mercedes-Fahrer, so dass weitere Einsatzkräfte zugeführt wurden.
Da sich die Fahrt weiter in Richtung der Landesgrenze zu Schleswig-Holstein fortsetzte, nahmen die Leitstellen in Rostock-Waldeck und Lübeck Kontakt miteinander auf um die polizeilichen Maßnahmen gemeinsam zu koordinieren.
Auf Höhe des Parkplatzes Gudow fuhr der 60-Jährige plötzlich von der Autobahn 24 ab und versuchte in der weiteren Folge fußläufig zu flüchten. Ein nachfolgender Funkwagen des Hagenower Polizeireviers konnte den Flüchtenden einholen und sichern. Die während der
fußläufigen Verfolgung getätigten Aufforderungen anzuhalten ignorierte dieser.
In den ersten polizeilichen Maßnahmen konnten die Einsatzkräfte vor Ort Alkoholgeruch beim 60-Jährigen feststellen. Dieser reagierte aufgebracht und verweigerte eine Atemalkoholkontrolle. Bei der Inaugenscheinnahme des Mercedes konnte auf dem Beifahrersitz eine bereits zur Hälfte geleerte Weinflasche festgestellt werden.
Die erforderliche Blutprobenentnahme sollte zunächst in einem nahe gelegenen Krankenhaus durchgeführt werden. Der 60-Jährige wehrte sich aber gegen diese Maßnahmen, so dass die Blutprobenentnahme nur unter der Anwendung unmittelbaren Zwanges möglich gewesen wäre. Die Ärztin des Krankenhauses wollte einen in diesem Zusammenhang nur unter Zwang durchzuführenden körperlichen Eingriff nicht vornehmen.
Dadurch war es erforderlich, dass die Funkwagenbesatzung mit dem 60-Jährigen nach Schwerin zum dortigen Polizeihauptrevier fährt. Hier konnte dann die Blutprobenentnahme durch einen hinzugezogenen Arzt vorgenommen werden. Gegen 11:10 Uhr waren die polizeilichen Maßnahmen beendet und der Mann konnte seinen Weg fußläufig fortsetzen.
Die Polizei hat Strafverfahren wegen des Verdachts der Trunkenheit im Straßenverkehr und wegen des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte gegen den 60-Jährigen eingeleitet.
Quelle: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/108746/5481970