Stärkung der Demokratie im Mittelpunkt der Sommertagung
Verfasst: 06.07.2023, 17:03
Stärkung der Demokratie im Mittelpunkt der Sommertagung
Der Bürgermeister der Hansestadt Anklam, Michael Galander, begrüßte die Teilnehmenden. Professor Dr. Simon Franzmann von der Georg-August-Universität Göttingen ging in seinem Fachvortrag der Frage „Demokratie(zufriedenheit) in der Krise?!“ nach und stellte aktuelle Studien vor. Johanna Siebert vom Progressiven Zentrum Berlin sprach in ihrem Fachvortrag über „Strukturschwache Regionen und demokratische Teilhabe in der Transformation“.
In fünf Workshops tauschten sich Expertinnen und Experten sowie Praktikerinnen und Praktikern aus. Themen waren gelingende Präventionsarbeit gegen Antifeminismus, Methoden im Umgang mit Verschwörungserzählungen, die Beratung von Fachkräften aus Kita und Jugendamt im Kontext extrem rechts orientierter Eltern, kommunale Netzwerke zur Stärkung der Zivilgesellschaft sowie Herausforderungen für Hochschulen im Bereich Sozialer Arbeit angesichts einer Zunahme von extrem rechter Einflussnahme.
Jochen Schmidt, Direktor der Landeszentrale für politische Bildung, teilte dazu mit: „Das Landesprogramm ‚Demokratie und Toleranz gemeinsam stärken!‘ ist ein wichtiges Instrument der Demokratiestärkung und der Auseinandersetzung mit Extremismus in Mecklenburg-Vorpommern. Die gewachsenen landesweiten Beratungsstrukturen tragen wesentlich dazu bei, staatliche und zivilgesellschaftliche Strukturen miteinander zu verknüpfen, um die demokratische, offene und vielfältige Gesellschaft zu stärken. Die jährliche Sommertagung ist dabei eine gute Möglichkeit der Vernetzung und Austausches, aber auch der kritischen Reflektion der aktuellen Situation im Land. Wichtig ist, auch über die Landesgrenzen hinaus zu schauen, um Erfolgsfaktoren und Modelle der Demokratiestärkung aus anderen Bundesländern kennenzulernen.“
Die Sommertagung fand im Rahmen des Landesprogramms „Demokratie und Toleranz gemeinsam stärken!“ statt. Einmal jährlich versammelt das Netzwerktreffen die Mitarbeitenden aus dem landesweiten Beratungsnetzwerk Demokratie und Toleranz, aus Projekten der Bundesprogramme „Demokratie leben!“, „Zusammenhalt durch Teilhabe“ und „Respekt Coaches“ sowie Akteurinnen und Akteure weiterer demokratiestärkender Projekte.
Die Landeskoordinierungsstelle für Demokratie und Toleranz in der Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern und die Geschäftsstelle der Initiative „WIR. Erfolg braucht Vielfalt“ richteten die Tagung gemeinsam aus.
Das im April 2006 vom Landtag verabschiedete Landesprogramm war Ausdruck des gemeinsamen Willens der damals im Landtag vertretenen Fraktionen, Mecklenburg-Vorpommern nach den Grundprinzipien von Demokratie und Toleranz zu entwickeln und Rechtsextremismus, Antisemitismus, Gewalt und Rassismus einzudämmen. Es gibt hierzu einen breiten Konsens im politischen Raum, dem seit 2006 wiederholt mit fraktionsübergreifenden Anträgen Ausdruck verliehen wurde.
Die Federführung für das gesamte Landesprogramm liegt seit 2012 bei der Landeskoordinierungsstelle für Demokratie und Toleranz in der Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern.
Rückfragen:
Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern
Landeskoordinierungsstelle Demokratie und Toleranz
Ute Schmidt, Tel. 0385 58818966
Email: u.schmidt@lpb.mv-regierung.de,
Internet: http://www.beratungsnetzwerk-mv.de
http://www.lpb-mv.de/ueber-uns/aufgaben-und-angebote/landeskoordinierungsstelle/