Martin fordert Zinsdeckel beim KfW- Studienkredit

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Maik Thomaß
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Martin fordert Zinsdeckel beim KfW- Studienkredit

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Martin fordert Zinsdeckel beim KfW- Studienkredit

Schwerin - Wissenschaftsministerin Bettina Martin hat am 3. November 2023 auf der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) in Leipzig eindringlich vor den schweren Folgen der steigenden Zinsentwicklung beim KfW-Studienkredit für Studierende gewarnt und Bundesbildungsministerin Bettina Starck-Watzinger aufgefordert, sich gemeinsam mit den Länder auf Bundesebene für eine Lösung einzusetzen.

Der KfW-Studierendenkredit ist ein Finanzierungsinstrument, das die KfW-Bank für Studierende zur Finanzierung ihres Studiums zur Verfügung stellt. Derzeit sehen sich Studierende, die solche Kredite in Anspruch nehmen, mit steigenden Zinsen konfrontiert, die sich der 10 Prozent-Marke annähern.

„Ich halte diese Entwicklung für absolut inakzeptabel. Ein Bildungskredit, der die Gefahr solch hoher Zinsverläufe birgt, ist weder sinnvoll noch verantwortbar. Ich kann Studierenden unter diesen Voraussetzungen nur davon abraten. Diese horrenden Zinsen bedeuten für die Studierenden ein hohes Risiko, nach dem Studium vor einem riesigen Schuldenberg zu stehen. Der KfW-Kredit wird jungen Menschen angeboten, die sich in der Ausbildung befinden. Er ist – neben dem BAföG – ein weiteres Instrument der Studienfinanzierung, das der Staat empfiehlt. Es kann nicht sein, dass dann die Studierenden, wenn sie sich darauf einlassen, in eine Schuldenfalle tappen. Hier muss die Bundesregierung dringend steuernd eingreifen.

Das für die KfW als Anstalt des öffentlichen Rechts zuständige Bundesfinanzministerium hat hier die Möglichkeit gegenzusteuern. Die Konditionen müssen angepasst werden. Eine Möglichkeit ist es, dass der Bund, ähnlich bei den KfW-Baukrediten, bei den KfW-Studienkrediten die Zinsen subventioniert und damit die Zinshöhe deckelt. Die Angst von Studierenden, sich den KfW-Studienkredit vielleicht nicht mehr leisten zu können, erhöht zudem das Risiko, dass Studierende ihr Studium abbrechen. Am Ende kommt uns die aktuelle Entwicklung beim KfW-Studienkredit als Gesellschaft teurer als eine Subventionierung und damit Reduzierung des Zinssatzes“, so Ministerin Martin.

Gleichzeitig warb Ministerin Martin für eine weitere Stärkung des BAföG-Systems, zu dem aktuell nur knapp 10 Prozent der Studierenden Zugang hätten.

„Wir haben hier ein robustes und erprobtes System, von dem wieder ein breiterer Teil der Bevölkerung profitieren muss. Die Reformen aus dem Koalitionsvertrag, z.B. die Anhebungen der Elternfreibeträge ab diesem Semester auf 20,75 Prozent und der Einkommensfreibeträge auf 350 Euro gehen schon in die richtige Richtung. Die Bundesregierung hat jedoch weitere Schritte zur Verbesserung des BAföG angekündigt. Die müssen jetzt auch kommen“, so Martin.
Redaktion Maik Thomaß
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