Ministerin Martin besuchte Grenzhus in Schlagsdorf
Verfasst: 09.11.2023, 16:47
Ministerin Martin besuchte Grenzhus in Schlagsdorf
Traditionell treffen sich am 9. November die Regierungschefs von Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern in Schlagsdorf und es gibt Schülerbegegnungen aus beiden Bundesländern, um gemeinsam die Vergangenheit zu befragen und über historische Themen und über Gegenwartsbezüge zu sprechen.
„Die friedliche Revolution vor 34 Jahren und die Öffnung der Grenze waren ein großes Glück für die Menschen in Ost und West“, sagte Martin. „Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern waren Jahrzehnte durch Stacheldraht und Todesstreifen getrennt. Gerade die Menschen im Grenzgebiet spürten diese Trennung täglich in ihrem Alltag. Seit der Grenzöffnung sind wir gute Nachbarn und profitieren voneinander.“
Martin betonte, wie wichtig es sei, dass gerade jüngere Menschen sich mit dem Thema der deutschen Teilung auseinandersetzen. „Das Grenzhus vermittelt einen umfassenden Eindruck über das Grenzregime und das Leid, das die Teilung den Menschen zugefügt hat. Eine Situation, die heute gerade jungen Menschen im freien Europa unvorstellbar erscheint. Deshalb ist es gut, dass hier Zeitzeugen zu Wort kommen und aus erster Hand berichten.“
Die Dauerausstellung „Eingrenzen und Ausgrenzen. Die Geschichte der innerdeutschen Grenze zwischen Ostsee und Elbe“ erzählt anhand dramatischer Geschichten, spannender Objekte und vieler Medienstationen, wie sich die innerdeutsche Grenze entwickelt hat und welche Folgen das für die Menschen hatte.
Das Grenzhus in Schlagsdorf wird fachlich durch die Landeszentrale für politische Bildung begleitet und erhält neben Mitteln für Einzelprojekte eine jährliche Förderung aus der Gedenkstättenförderung des Landes. Im Jahr 2023 sind es 90.000 Euro.