Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr mit in Berlin gestohlenem PKW
Auf Grund von Lageerkenntnissen sollte das Fahrzeug unter Hinzuziehung der Streifen der Gemeinsame Diensteinheit Vorpommern Greifswald (Kooperation Bundespolizei, Landespolizei und Bundeszollverwaltung) angehalten und kontrolliert werden. Der Fahrer missachtete jedoch alle Anhaltesignale und fuhr in einer verkehrsgefährdenden Fahrweise unter Ausnutzung der Höchstgeschwindigkeit weiter Richtung Polen. Dabei nötigte der Fahrer andere Verkehrsteilnehmer zum Ausweichen bzw. bremsen. Das erfolgte unter anderem durch sehr dichtes Auffahren bzw. riskante Überholmanöver. Der PKW überfuhr dann auf Höhe des ehemaligen Grenzüberganges Pomellen einen Nagelgurt. Bei der Betätigung des Nagelgurtes verletzte sich ein Polizeibeamter an der Hand. Ein Rettungswagen musste angefordert werden. Es erfolgte die Erstversorgung der verletzten Finger und der angeschwollenen Hand.
Trotzdem gelang es dem Täter mit dem PKW nach Polen zu gelangen. Zeitgleich erfolgte die Nacheile durch Bundespolizisten bis auf polnisches Hoheitsgebiet. Der Renault kollidierte kurz nach Überfahren der Grenze mit einer Baustellenabsperrung und kam ca. 2000 Meter hinter der deutschen Grenze nahe der dort befindlichen Shell-Tankstelle zum Stehen. Der Täter flüchtete. Zwischenzeitlich durchgeführte Nachfragen beim Halter in Berlin ergaben, dass das Fahrzeug gestohlen wurde. (Zeitwert ca. 15 000 Euro). Der Halter begab sich unverzüglich zur nächsten Polizeidienststelle um Anzeige zu erstatten. Der Sachverhalt wurde vor Ort an die polnische Polizei übergeben. Diese fahndet weiter nach dem flüchtigen Täter. Die Bundespolizei ermittelt jetzt wegen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr und Nötigung.
Quelle: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/70259/5715570