Soziale Medien - Meine persönliche Abrechnung

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Maik Thomaß
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Soziale Medien - Meine persönliche Abrechnung

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Soziale Medien - Meine persönliche Abrechnung

Jeder kennt sie, die großen Seiten wie Facebook, Twitter (jetzt X), Instagram und co, die das Leben deutlich vielfältiger gestalten sollten. Auch ich habe meine Erfahrungen mit diesen Medien gemacht und bin zum Schluss gekommen, ohne geht es deutlich besser.

Angefangen hat alles im Jahr 2009 mit Twitter, welches damals noch sehr umgänglich war und irgendwie auch sehr gut besucht. Perfekt war es für die Präsenz der eigenen Webseite, den Informationsaustausch und die Kommunikation mit anderen Usern. Im Laufe der Zeit stagnierte aber die Zahl der Folgenden und der Umgangston wurde rauer, besonders ab 2019.

Ähnlich sah es bei Facebook aus, wo ich einen privaten Bereich und einen für die Webseite hatte. Hier wuchs im Laufe der Zeit die Zahl der Interessierten, bis etwa 2016, dann stagnierten sie. Und dann kam Corona. Statt irgendwie konstruktiv zu diskutieren, wurde hier Meinungsmache betrieben. Bei der offiziellen Seite für die Webseite habe ich Beiträge geteilt, ohne sie zu werten. Dies hielt aber die Nutzer nicht ab, immer mehr nach möglichen Fehlern zu suchen. So wurde aus der einst guten Seite eine Meckerseite und ich beschloss, dem ganzen ein Ende zu bereiten.

Ende 2021 war es dann soweit. Ich löschte meine Konten sowohl bei Twitter als auch bei Facebook und entschloss mich zu Mastodon zu wechseln. Hier schien alles irgendwie anders zu sein. Der Umgangston war ein anderer. Allerdings folgen mit Leute, denen ich bei Facebook und Twitter gezielt aus dem Weg gegangen war. Bis auf ganze 130 Folger habe ich es geschafft. Allerdings gab es über den gesamten Zeitraum bis 2024 kaum Interaktionen - mal ein Teilen eines Beitrags, mal ein sogenanntes Favourisieren. Aber die richtige Interaktion mit den Usern blieb auch hier aus.

Ich investierte also mehr Zeit, als ich tatsächlich an Rückmeldungen bekam. So entschloss ich mich auch hier einen Schlussstrich unter das ganze zu ziehen und suchte nach einer letzten Alternative. Da fiel mit Reddit ins Auge. Millionen von Nutzern täglich. Das klang perfekt. Nachdem ich also mein Konto angelegt hatte und loslegen wollte, stellte ich fest, dass bereits nach der Registrierung mein Konto gesperrt wurde. Okay, den Grund habe ich nicht erfahren. Ich dachte mir, dass es eventuell mit dem Mobilfunkanbieter zusammenhängt. Also löschte ich mein Konto und versuchte es einige Stunden später erneut. Das hat tatsächlich geklappt. Ich konnte sogar Beiträge erstellen und sehen, wie viele Mensche auf diese geschaut hatten. Das ganze hielt dann eine Stunde und ich wurde erneut gesperrt. Grund der Sperre: Unbekannt. Keine Nachricht, kein Hinweis. Nichts. Somit löschte ich auch hier mein Konto. Reddit wollte wissen, warum: Den Grund habe ich denen genannt, werde ich hier aber nicht weiter erörtern. Die Worte waren nicht ganz so nett.

Mein Fazit aus 15 Jahren soziale Medien: Sie kosten Zeit, Nerven und sind nicht für alle Menschen gemacht. Ich stamme aus den Anfang der 2000er. Damals hießen soziale Medien noch Forum. Für alle, die nur noch die oben genannten Medien kennen: Ein Forum war eine Gemeinschaft aus Mitgliedern gleicher Interessen, die sich austauschten, halfen oder einfach mal über Gott und die Welt schrieben. Meist waren die Foren themenorientiert, was für eine Mitgliedschaft von Vorteil war, denn gleiche Interessen trafen aufeinander. Zudem wurden diese Foren, meist von fähigen Mitgliedern moderiert.

Als Facebook aufkam und dort neben der Vernetzung von Mensche auch sogenannte Gruppen hinzukamen, begann das große Forensterben. Alle wollten irgendwie zu Facebook und gründeten dort ihre öffentlichen oder geschlossenen Gruppen, was wiederum hieß, dass alle, die keine Seite bei Facebook eröffnen wollten, ausgeschlossen wurden. So bliebt beispielsweise bei Wetterforen in Deutschland nur noch eine handvoll Foren übrig, wobei auch dort ein Teil verkümmerte.

Ich für meinen Teil habe mit dem Thema soziale Medien abgeschlossen. Bei Twitter, heute X, tummeln sich sogenannte Trolle, die meist aus dem rechten Spektrum kommen, Facebook und die Nutzer möchten alle Inhalte nur noch auf der Facebookseite, Mastodon versiegt mit der guten Idee langsam im Nirwana und Reddit, tja, dazu kann ich nur sagen, wer das nutzt, dem ist nicht mehr zu helfen. Bei letzterem steht die Inkompetenz eigentlich schon auf Seite 1, oder zumindest sollte das dort stehen. Wer einen Bot programmiert, der eigenständig Profile gleich nach dem Erstellen ohne Grund sperrt, sollte sich Gedanken über sein Projekt machen. Zudem scheinen auch dort die Moderatorinnen und Moderatoren eher nach persönlicher Meinung und nicht nach einem festen Schema zu moderieren und zu bestrafen.

Fazit: Wer noch gute alte Foren kennt, versteht was ich meine und kennt noch die Vorzüge von Gemeinschaften, die ein gemeinsames Interesse oder Hobby geteilt haben und oftmals, nicht immer, auch sehr gute Diskussionen geführt haben. Und wenn es mal Uneinigkeiten gab, dann wurden diese eben aus dem Weg geräumt. Heute ist neben Hass und Hetze der neue Trend, jede andere Meinung zu blocken.

Schöne neue Welt der "sozialen" Medien.
Redaktion Maik Thomaß
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