Regenrückhaltebecken droht überzulaufen und bedroht angrenzende Einfamilienhäuser
Verfasst: 01.08.2025, 15:25
Regenrückhaltebecken droht überzulaufen und bedroht angrenzende Einfamilienhäuser
Um 18.11 Uhr gingen bei der Integrierte Leitstelle (ILS) der Berufsfeuerwehr Rostock erste Notrufe ein. 11 Einsätze insgesamt galt es in kürzester Zeit in Rostock zu bewältigen. Ein besonders langwieriger Einsatz zeichnet sich in Hinrichsdorf ab, wo ein Regenrückhaltebecken nahe der Landesstraße 22 überzulaufen und die angrenzende Wohnbebauung zu überschwemmen droht.
Erste Einheiten der Feuerwehren der Hanse- und Universitätsstadt Rostock wurden zur Einsatzstelle entsandt, um mit den auf den Löschfahrzeugen zur Verfügung stehenden Pumpen erste Gefahrenabwehrmaßnahmen vorzunehmen.
Frühzeitig während des Einsatzverlaufs musste festgestellt werden, dass der eigentliche Ablauf des Regenrückhaltebeckens nicht mehr derart leistungsfähig war, so dass sich das Regenwasser im Regenrückhaltebecken aufstaute und dieses überlief.
Neben den ersten Abpumpmaßnahmen wurde weiterhin eine zusätzliche ca. 1.000 Meter lange Wegestrecke aufgebaut und begonnen das Wasser in das nördlich der Wohnbebauung funktionierende Niederschlagswassersystem abzuleiten.
In der Spitze waren bis zu 40 Kräfte der Feuerwehr und auch der Rostocker Wasserwirtschaft vor Ort eingebunden. Es konnte über Nacht verhindert werden, dass das Wasser in die Häuser trat.
Der am 31. Juli 2025 beginnende Einsatz befindet sich auch am 1. August 2025 in der Abarbeitung. Ein weiteres Anwachsen der notwendigen Kräfte war nicht erforderlich, jedoch werden die im Einsatz befindlichen Kräfte abgelöst.
Die eingeleiteten Maßnahmen wurden über Nacht aufrechterhalten, da das nachlaufende Wasser des Gebietes weiterhin in das betroffene Regenrückhaltebecken drückt und der Abfluss verstopft zu sein scheint. Der Pegel des Beckens soll so weit abgesenkt werden, dass die akute Gefahr für die Wohnbebauung ausgeschlossen werden kann, das Becken auch die die kommenden Tage eine gewisse Aufnahmekapazität besitzt und die Verantwortlichen von Nordwasser bzw. dem WWAV den Ablauf inspizieren und geeignete Maßnahmen einleiten können.
Da die Pumpen der Löschfahrzeuge und die in der Stadt vorhandenen mobilen Pumpen für diese Art des Einsatzes nicht wirklich ausgelegt bzw. optimal sind (Dauer und Menge) wurde durch die Führung und den Führungsdienst des Amtes für Brandschutz/Rettungsdienst und Katastrophenschutz entschieden den Fachberater des THW zu alarmieren und gemeinsam vor Ort zu entscheiden, welche Maßnahme kurzfristig leistbar sind.
Weiterhin wurde das beim Land Mecklenburg-Vorpommern und in der Landesfeuerwehrschule in Malchow gelagerte HFS / Hochwassersystem mit erheblichst leistungsfähigeren Pumpen und Schlauchleitungen angefragt bzw. nach Rostock alarmiert.
Quelle: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/175951/6088513