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Verfassungswidrige Schmierereien in Neubrandenburger Oststadt

Verfasst: 28.04.2017, 15:03
von Maik Thomaß

Verfassungswidrige Schmierereien in Neubrandenburger Oststadt

Neubrandenburg - Am 27. April 2017 beobachteten 22:00 Uhr Zeugen in der Neubrandenburger Oststadt, Villejuiferstraße, zwei bisher unbekannte Personen, wie diese an Fassaden Graffito anbrachten. Die Zeugen sprachen die beiden Tatverdächtigen an, woraufhin diese zu Fuß in Richtung der Fernwärmerohre der Woldegker Straße flüchteten.
Anschließend informierten die Zeugen die Polizei. Mit drei Funkstreifenwagenbesatzungen erfolgte sofort eine Fahndung in dem Bereich, diese verlief leider erfolglos. Die eingesetzten Beamten stellten fest, dass in der Villejuiferstraße an die Fassade des Mehrfamilienhauses eine SS-Rune und mehrere Hakenkreuze mittels schwarzer Farbe angebracht wurden. Auf die Rohre für Fernwärme wurden Runen, die Zahl "3" und das Kürzel "NIW" angebracht. Die Farbe war noch feucht. Am heutigen Tage erreichten das Polizeihauptrevier dann Informationen über weitere derartige Schmierereien im Bereich der Oststadt. An die Fassade eines Autohauses wurden 15 Graffito (Hakenkreuze und SS-Runen) angebracht. Der Schaden beläuft sich auf etwa 1000 Euro. Im Bereich der Petrosawodskerstraße 18 bis 30 brachten die Täter die verfassungsfeindlichen Symbole an Fassaden, Türen und Balkone an. Dieser Schaden muss noch ermittelt werden.Die beiden Zeugen beschrieben die unbekannten Tatverdächtigen als männlich, jugendlich und schlank. Eine Person habe bräunliches kurzes Haar gehabt und eine beige Jacke und dunkle Hose getragen. Der andere Jugendliche sei komplett dunkel gekleidet gewesen und hätte schwarzes kurzes Haar gehabt. Der polizeiliche Staatsschutz der Kriminalpolizeiinspektion Neubrandenburg hat die Ermittlungen wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Sachbeschädigung aufgenommen. Mögliche Zeugen werden gebeten, sich an die Einsatzleitstelle Neubrandenburg unter 0395/5582-2224, die Internetwache der Landespolizei M-V unter http://www.polizei.mvnet.de oder aber jede andere Polizeidienststelle zu wenden.