IHK zu Schwerin mahnt weitere Hilfen an und ruft zum „FAIRzichten“ auf
Jetzt steht der Erhalt der Liquidität an erster Stelle. Die IHK zu Schwerin fordert deshalb gegenüber Politik und Verwaltung schnelle, unbürokratische und umfängliche Hilfen. Es ist alternativlos, die Wirtschaft mit finanziellen Zuwendungen oder möglichst zinzfreien Darlehen auszurüsten. Die bisher durch das Kabinett des Landes beschlossenen Maßnahmen sind ein guter Schritt, reichen jedoch nicht aus. Vor allem muss nach Ansicht der IHK zu Schwerin dringend eine Abstimmung der norddeutschen Länder hinsichtlich der Instrumentarien und der Höhe der zu beschließenden finanziellen Kulisse zur Sicherung der Wirtschaftsstrukturen erfolgen. Der Präsident der IHK zu Schwerin, Matthias Belke dazu:
„Gegenwärtig registrieren wir ein bestimmtes Ost-West-Gefälle bei den beschlossenen Hilfen der norddeutschen Länder für die Unternehmen. Bleibt es dabei, befürchten wir große negative Auswirkungen für Westmecklenburg. Wir appellieren deshalb an die Politik, hier dringend nachzulegen!“
Aber auch durch Initiativen wie „FAIRzichten“ kann Unternehmen solidarisch geholfen werden. Die Idee haben die IHK-Kollegen in Schleswig-Holstein initiiert. Über eine Internetseite kann sich jedes Unternehmen mit einer Mailadresse registrieren lassen. Entscheiden sich Verbraucher dafür, einen Gutschein zu erwerben oder auf bereits bezahlte Leistungen, die vorerst nicht erbracht werden können, über die Internetseite http://www.wir-FAIRzichten.de zu verzichten, dann erhält das Unternehmen umgehend eine Nachricht.
„Wir wollen unsere Strukturen in der Wirtschaftsregion Westmecklenburg mittel- und langfristig auch im Interesse der Menschen hier sichern. Die Initiative soll den Unternehmen völlig unbürokratisch helfen, die bedrohliche Lage durch das Coronavirus mit Hilfe solidarischer Maßnahmen etwas aufzufangen“, so der Präsident der IHK zu Schwerin, Matthias Belke.