Bildungsministerin kritisiert fehlende Bundesförderung für Sprach-Kitas

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Maik Thomaß
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Bildungsministerin kritisiert fehlende Bundesförderung für Sprach-Kitas

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Bildungsministerin kritisiert fehlende Bundesförderung für Sprach-Kitas

Schwerin - Die Ministerin für Bildung und Kindertagesförderung, Simone Oldenburg, kritisiert die Entscheidung des Bundes, das Förderprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ einzustellen.

Seit 2011 fördert das Bundesfamilienministerium Kinder mit besonderem sprachlichen Förderbedarf, zuletzt seit 2016 mit dem Programm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“. Das Bundesprogramm richtet sich vorwiegend an Kitas, die von einem überdurchschnittlich hohen Anteil von Kindern mit sprachlichem Förderbedarf besucht werden und verbindet drei inhaltliche Schwerpunkte: alltagsintegrierte sprachliche Bildung, inklusive Pädagogik und die Zusammenarbeit mit Familien. Für jede Sprach-Kita stellt das Programm eine zusätzliche Fachkraft zur Verfügung.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es rund 140 Sprach-Kitas, die 2022 mit weit über 4 Millionen Euro durch den Bund gefördert werden.

Nach Vorstellung des Bundes soll die Förderung im Rahmen des neuen Gute-Kita-Gesetzes unter dem Gesichtspunkt „sprachliche Bildung“ fortgesetzt werden.

„Dies ist eine Mogelpackung: Das gleiche Geld für mehr Aufgaben zur Verfügung zu stellen, ist nichts weiter als eine Kürzung zu Lasten der Förderung der Kinder“, sagt Oldenburg. „Diese Förderung jetzt in das neue ‚Gute-Kita-Gesetz‘ zu schieben, ohne dafür einen einzigen Cent zusätzlich zur Verfügung zu stellen, ist ein fatales Signal des Bundes in der Förderung der Kleinsten.

Das System der Sprach-Fach-Kitas, das enorm erfolgreich ist, und den Kindern die dringend notwendige Unterstützung gewährt hat, darf nicht eingestampft werden. Der Bund stiehlt sich aus seiner Verantwortung. Wir erwarten für zusätzliche Aufgaben eine zusätzliche Förderung des Bundes. Das ist seine Aufgabe. Das ist seine Pflicht. Das hat die Ampel in ihrem Koalitionsvertrag festgeschrieben“, so die Ministerin.

In der Kritik steht die Entscheidung von Bundesfamilienministerin Lisa Paus, das Bundesprogramm zur besonderen Sprachförderung für Kita-Kinder einzustellen. Mecklenburg-Vorpommern setzt sich im Rahmen der Jugend- und Familienministerkonferenz (JFMK) für eine Weiterführung des Sprach-Kita-Programms „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ über 2022 hinaus ein.
Redaktion Maik Thomaß
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