Einsatz gegen Gewalt an Frauen ist gesamtgesellschaftliche Aufgabe
„Die Statistiken lassen aufhorchen. Alle vier Minuten erlebt eine Frau in Deutschland Gewalt in ihrer Partnerschaft, in den allermeisten Fällen durch Männer. Täglich passiert statistisch gesehen sogar ein Mordversuch an Frauen. Mehr als die Hälfte aller Frauen fühlt sich in der Dunkelheit unsicher und meidet bestimmte Orte. Unser Statement der GFMK zum heutigen Tag ist daher: ‚Geschlechtsspezifische Gewalt ist nicht nur eine individuelle Gewalttat, sondern stellt eine eklatante Verletzung der Menschenrechte dar. Dies verlangt gesamtgesellschaftliches Handeln von allen.‘ Darum ist der Tag heute so wichtig. Wir wollen ein wichtiges Signal setzen. Gewalt an Frauen muss immer wieder thematisiert werden, damit Betroffene ermutigt werden, sich zu melden und Hilfe zu suchen. Die Hotline des Hilfetelefon 116 016 darf nicht nur am 25. November bekannt sein, sondern täglich. Wir müssen den gesamtgesellschaftlichen Blick schärfen“, sagt Gleichstellungsministerin Jacqueline Bernhardt.
Die Konferenz der Gleichstellungs- und Frauenministerinnen und -minister, -senatorinnen und -senatoren der Länder (GFMK) unterstützt deswegen die UN-Kampagne „Orange The World“, die seit 1991 auf das Thema aufmerksam macht: Vom Internationalen Tag zur Beendigung der Gewalt gegen Frauen am 25. November bis zum 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte: https://unwomen.de/orange-the-world-2023/. Auch in den Beschlüssen der 33. GFMK spiegeln sich die Forderungen nach Stärkung von Schutzmaßnahmen und Rechtsvorschriften wider. Zentral ist die Bekämpfung von Geschlechterstereotypen, die Unterstützung von bestehenden Hilfsnetzwerken und Zusammenarbeit aller Beteiligten, um wirksame Strategien zur Verhinderung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen, Mädchen zu entwickeln.