Arztpraxen im Visier von QR-Code-Betrügern
Im ersten Fall erhielt die Praxis Mitte August 2026 ein Schreiben, das augenscheinlich von ihrer Hausbank stammte. Über den darin enthaltenen QR-Code gelangte die Geschädigte auf eine gefälschte Banking-Seite. Anschließend riefen die unbekannten Tatverdächtigen an und gaben sich als Bankmitarbeiter aus. Auf dem Telefon der Geschädigten wurde dabei die tatsächliche Telefonnummer der Bank angezeigt.
Unter dem Vorwand, eine verdächtige Kontoverbindung überprüfen beziehungsweise rückgängig machen zu müssen, veranlassten die Täter die Geschädigte zur Freigabe mehrerer Zahlungsvorgänge über ihre TAN-App. Nach bisherigem Ermittlungsstand wurden zahlreiche Überweisungen und Lastschriftvorgänge zugunsten unterschiedlicher Zielkonten ausgelöst. Der bisher ermittelte Vermögensschaden beläuft sich auf rund 230.000 Euro.
Anfang September 2026 wurde eine weitere Arztpraxis im Landkreis Rostock auf vergleichbare Weise angegriffen. Auch hier ging zunächst ein postalisches Schreiben mit einem QR-Code ein, der zu einer täuschend echt aussehenden Internetseite der vermeintlichen Bank führte. Anschließend folgte der Anruf eines vermeintlichen Bankmitarbeiters. Der Geschädigte schöpfte bereits während des Telefonats Verdacht und informierte die Polizei. Nach jetzigem Stand konnten dadurch Teile des überwiesenen Geldes gesichert werden. Wie hoch der entstandene Schaden insgesamt ist, ist derzeit Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Quelle: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/108746/6346570