Mehr als 118.000 Euro Schaden durch QR-Code-Betrug
Allein zwischen dem 4. und 23. September 2026 wurden in Rostock vier Fälle durch betroffene Arztpraxen angezeigt. Die Tatverdächtigen erbeuteten dabei jeweils zwischen 17.000 und 48.600 Euro. Insgesamt entstand in den bislang bekannt gewordenen Fällen ein Schaden von mehr als 118.000 Euro.
Die Vorgehensweise ist dabei immer ähnlich: Zunächst erhalten die betroffenen Arztpraxen oder Apotheken ein postalisches Schreiben, das augenscheinlich von ihrer Bank stammt. Ein darin enthaltener QR-Code führt auf eine täuschend echt aussehende, gefälschte Internetseite der vermeintlichen Bank. Kurz darauf folgt ein Anruf. Die Tatverdächtigen geben sich als Bankmitarbeiter aus und behaupten beispielsweise, verdächtige Kontobewegungen festgestellt zu haben oder eine Zahlung beziehungsweise Bankverbindung überprüfen oder rückgängig machen zu müssen. Unter diesem Vorwand werden die Geschädigten dazu gebracht, Zahlungsvorgänge über ihre TAN-App freizugeben. Auf diese Weise können die Täter Überweisungen oder andere Zahlungsaufträge zulasten der Geschädigten auslösen.
Besonders auffällig: Die Tatverdächtigen verfügen teilweise über detaillierte Informationen zu den Bankgeschäften ihrer Opfer. Auch Namen der zuständigen Bankberater können ihnen bekannt sein. Selbst die tatsächliche Telefonnummer der Bank wird regelmäßig auf dem Telefondisplay angezeigt.
Die Polizei appelliert insbesondere an Betreiber und Beschäftigte von Arztpraxen und Apotheken, bei unerwarteten Bankanschreiben und Anrufen vermeintlicher Bankmitarbeiter besonders aufmerksam zu sein. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Beenden Sie im Zweifel das Telefonat und nehmen Sie selbstständig über eine bereits bekannte Telefonnummer Kontakt zu Ihrer Bank auf.
Quelle: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/108746/6361476