Traditionsschiff bleibt in Schmarl
Parallel zur Bundestagswahl am 24. September 2017 fand ein Bürgerentscheid zum künftigen Standort des Traditionsschiffs statt. 57,4 Prozent der Wähler entschieden sich für den Verbleib des Schiffes am Standort Schmarl, 42,6 Prozent wollten eine Umverlegung in den Stadthafen.
Oberbürgermeister Methling gestand seine Niederlage ein: "Das ist eine Entscheidung, die die Rostocker getroffen haben und das ist zu akzeptieren". Auch wenn das Traditionsschiff in Schmarl verbleibe, so will der Stadthafen-Beführworter die Kaikante im Stadthafen weiterentwickeln. Er hält weiter an einem maritimen Zentrum im Stadthafen fest. Des weiteren bestünde die Idee eines Archäologischen Landesmuseums sowie einer Brücke nach Gehlsdorf.
Für den IGA-Park sieht er die Betreibergesellschaft in der Pflicht. Auch das Wirtschaftsministerium habe hohe Hürden für eine Förderung gestellt. Während Methling ein fehlendes Konzept bemängelt, weist Karina Jens von der CDU und Chefin des Aufsichtsrates der IGA diese Vorwürfe zurück. Fertige Pläne seien bereits von der Bürgerschaft beschlossen.
Mit dem jetzt getroffenen Bürgerentscheid, der bislang das Aquirieren von Fördermitteln verhinderte, könne es vorangehen. Da die Gesamtkosten im IGA-Park geringer sind, als im Stadthafen, ist die Handlungsfreiheit im gesamtstädtischen Bereich größer. Beispielsweise könne jetzt über ein neues Theater nachgedacht werden. Karina Jens (CDU) und Sybille Bachmann, (Vorsitzende der Fraktion Rostocker Bund/Graue/Aufbruch 09) drängen den Oberbürgermeister zur Eile. Er solle Beschlüsse der Bürgerschaft endlich umsetzen.
Aus Bachmanns Sicht war der Bürgerentscheid überflüssig.