Wege aus der Corona-Krise jetzt finden
"Jeder Tag im aktuellen Shutdown kostet die norddeutsche Wirtschaft überschlägig bis zu 1,6 Milliarden Euro. Wir müssen daher jeden Versuch unternehmen, die derzeitigen Einschränkungen für die Wirtschaft schrittweise zu lockern", appelliert Matthias Belke, Präsident der IHK zu Schwerin an die Ministerpräsidentin, Manuela Schwesig, anlässlich des Treffens aller Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Merkel, Natürlich habe der Gesundheitsschutz aus Sicht der norddeutschen Wirtschaft oberste Priorität. "Aber es gibt viele Möglichkeiten, die Einschränkungen für die Wirtschaft schrittweise zu lockern, ohne zu starke gesundheitliche Risiken für die Bevölkerung einzugehen". Hierzu zählten beispielsweise klare und verbindliche Hygienevorschriften, unter denen Betriebe wieder öffnen könnten, statt pauschaler Betriebsverbote für ganze Branchen oder die konsequente Nutzung technologischer Möglichkeiten zum Infektionsschutz. Auf diese und weitere Eckpunkte für eine Exit-Strategie aus dem aktuellen Corona-bedingten Shutdown hat sich die IHK zu Schwerin gemeinsam mit ihren 11 norddeutschen Partnerkammern im beigefügten Positionspapier der IHK Nord verständigt.
"Es ist von großer Bedeutung, der Corona-Krise im norddeutschen Schulterschluss zu begegnen. Föderative Einzelregelungen erschweren die Situation für eine Vielzahl unserer länderübergreifend agierenden Betriebe", so Präsident Belke. Natürlich sei auch bei der Lockerung der wirtschaftlichen Einschränkungen eine Orientierung am Subsidiaritätsprinzip sinnvoll, um lokal und regional gegebenenfalls schneller zur wirtschaftlichen Normalität zurückzukehren. Grundsätzlich sei aber ein einheitliches und abgestimmtes Vorgehen mit einer Orientierung an einheitlichen Kriterien aller Bundesländer erforderlich, um die Wirtschaft wieder hochzufahren. Ganz besonders gelte dies für den norddeutschen Wirtschaftsraum. Von entscheidender Bedeutung sei eine länderübergreifende Bewegungsfreiheit, allein wegen der vielfältigen Pendlerverkehre, Liefer- und Leistungsbeziehungen und tagestouristischer Aktivitäten.
Gemeinsam mit den Partnerkammern der IHK Nord plädiere die IHK zu Schwerin dafür, Lockerungen schrittweise zu ermöglichen und deren Wirkungen konsequent zu überprüfen und hieraus situativ zu reagieren. Das vollständige Papier findet sich in der Anlage und zum Download unter: http://www.ihk-nord.de/corona