Freiwillige Fiebermessungen an Schulen
„Wir wissen, dass Schulen keine Treiber der Pandemie sind. Aber das Virus kann in Schulen hineingetragen werden“, sagte Bildungsministerin Bettina Martin. „Deshalb ist es wichtig, alles dafür zu tun, dass die Schulen infektionsfrei bleiben und damit der tägliche Regelbetrieb aufrechterhalten werden kann.“ Mit dem Pilotprojekt soll gleichzeitig getestet werden, wie sich das regelmäßige Fiebermessen auf den Schulalltag auswirkt und ob der organisatorische Aufwand für die Schulen zu handhaben ist.
Die Ministerin forderte gleichzeitig alle Eltern erneut auf, ihre Kinder nicht zur Schule zu schicken, wenn sie fiebrige Erkältungssymptome aufzeigen. „Lieber das Kind einmal zu viel als einmal zu wenig zuhause lassen. Ein solches Pilotprojekt ersetzt natürlich diese wichtige Verantwortung der Erziehungsberechtigten nicht.“ Unterstützende Informationen zum Umgang mit Erkältungssymptomen bei Schülerinnen und Schülern hat das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS) in Form einer Handlungsempfehlung für Kindertageseinrichtungen und Schulen zur Verfügung gestellt.
Die Messungen im Rahmen des Pilotprojekts werden in den Schulen jeweils zu Beginn des Unterrichtstages durchgeführt. Schülerinnen und Schüler, die eine Körpertemperatur von mehr als 38 Grad haben, dürfen nicht am Unterricht teilnehmen. Sie werden unter Betreuung von den anderen Kindern getrennt und die Eltern informiert, damit das betroffene Kind sicher nach Hause kommt. Die Messungen erfolgen freiwillig und nur nach vorheriger Einwilligung der Eltern.
Für das Vorhaben hat das Land den beteiligten Schulen 150 Handmessgeräte und 15 stationäre Wandgeräte zur Verfügung gestellt. Die Kosten dafür betragen rund 18.000 Euro. Die fachliche Beratung erfolgt durch das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur sowie durch das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS). Ende November soll ein Zwischenbericht vorgelegt werden. Auf dieser Grundlage wird dann das weitere Vorgehen abgestimmt. Am Ende des Projektes, das nach bisherigem Stand bis zum 18. Dezember 2020 geplant ist, wird eine Auswertung stattfinden.
Folgende Schulen nehmen an dem Pilotprojekt teil:
Johann-Heinrich-von-Thünen-Schule Jördenstorf
Regionale Schule mit Grundschule - „Schule am See“ Satow
Grundschule Röbel
Erasmus- Gymnasium
CJD Christophorus-schule
Jenaplanschule
Schule mit dem Förderschwer-punkt Lernen – „Johann-Heinrich-Pestalozzi“, Gadebusch
Schule mit dem Förderschwer-punkt Lernen – „Anne Frank“ Schönberg
Förderschule Neuburg – Förderschwerpunkt geistige Entwicklung
Grundschule am Mühlenteich Hagenow
Gymnasiales Schulzentrum Wittenburg
Schule am neuen Teich – Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen Lübz
Regionale Schule „Tom Beyer“ Göhren
Regionale Schule mit Grundschule Zingst
Regionale Schule „Robert Koch“ Grimmen
Grundschule Ostseeblick Sassnitz
Förderzentrum „Biberburg“ Anklam
Schlossgymnasium Gützkow
Regionales Berufliches Bildungszentrum (RBB) Greifswald