NWM: Inzidenz steigt auf 52,95
Damit ist NWM nach der Corona-Ampel des Landes ein weiterer „roter“ Landkreis und Risikogebiet nach Definition des RKI.
Durch den auf Bundesebene beschlossenen „Lockdown light“ sind ein Großteil der Maßnahmen, die das Land für das Überschreiten dieses Wertes in seinem Beschluss zur „Corona-Ampel“ aufgeführt hatte, bereits in Kraft.
Über mögliche zusätzliche Maßnahmen wird der Krisenstab des Landkreises in einer Sondersitzung am Samstag beraten und diese dann per Allgemeinverfügung bekannt machen, sollten neue Maßnahmen beschlossen werden.
Landrätin Kerstin Weiss dazu:
„Nordwestmecklenburg reiht sich in die Risikogebiete ein, zumindest vorläufig. Am Ende der 1. „Lockdown-Woche“. Ich befürchte, dass es auf jeden Fall noch ein paar Tage so weitergeht und dann muss sich zeigen, ob die Maßnahmen Wirkung zeigen. Das ist absolut kein schönes Gefühl, auch wenn andere „rote“ Landkreise gerade von einer Inzidenz von 50 nur träumen können.“
Das Infektionsgeschehen im Einzelnen
Stand 15:30 Uhr befinden sich 125 Menschen als infiziert in Quarantäne, hinzu kommen 971 Kontaktpersonen, insgesamt also 1.096.
Neue Fälle gab es am heutigen Tag 17.
Unter den 17 Neuinfektionen sind 9 komplett neue, die restlichen ergaben sich aus bereits registrierten Fällen als Sekundärinkfetionen.
Quarantäne an drei weiteren Schulen
Bereits seit gestern Abend laufen Kontaktermittlungen an der Regionalen Schule Neukloster. Dort wurden zwei Lehrkräfte und 16 Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 und 9 für produktives Lernen in Quarantäne versetzt.
An der Lansemann-Schule in Wismar gab es einen weiteren positiven Test, dieses Mal bei einem Schüler in Klassenstufe 1. Als Kontaktkohorte wurden alle Klassen der Stufen 1 bis 4 in Quarantäne geschickt- 180 Schülerinnen und Schüler und 13 Lehrkräfte bzw. Erzieher.
Die Quarantäne-Anordnung erfolgte über eine Allgemeinverfügung, die auch auf der Webseite des Landkreises abrufbar ist. Mit diesem neuen Vorgehen soll das Gesundheitsamt bei der Ausstellung der Quarantäne-Bescheide entlastet werden.
Drittens ist die Regionale Schule Bad Kleinen betroffen, wo eine Lehrerin bei einem Routinetest positiv getestet wurde, die nach bisherigen Ermittlungen in allen Jahrgangsstufen unterrichtet hat, weshalb die Klassenstufen 5 bis 10 in Quarantäne versetzt wurden, ebenfalls per Allgemeinverfügung. Hier sind 137 Schülerinnen und Schüler und 16 Lehrkräfte in Quarantäne
Ein Fall auch in der Kreisverwaltung
Einen positiven Test gab es am heutigen Tage auch bei einer Mitarbeiterin aus dem Fachdienst Soziales am Standort Grevesmühlen.
Nach derzeitigem Stand müssen sich mindestens 6 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Quarantäne begeben.
Quelle: Landkreis Nordwestmecklenburg