Landkreis setzt Nachimpfungen in von Corona betroffenen Alten- und Pflegeeinrichtungen fort

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Maik Thomaß
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Landkreis setzt Nachimpfungen in von Corona betroffenen Alten- und Pflegeeinrichtungen fort

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Landkreis setzt Nachimpfungen in von Corona betroffenen Alten- und Pflegeeinrichtungen fort

Landkreis Ludwigslust-Parchim - Der Landkreis Ludwigslust-Parchim beginnt mit den Nachimpfungen in den von größeren Corona-Ausbrüchen betroffenen Alten- und Pflegeheimen.
Am 17.02.2021 wird ein mobiles Impfteam im Lübzer Pflegeheim „Haus am Freistrom“ mit den Erstimpfungen starten. Insgesamt hatten sich in dieser Pflegeeinrichtung 149 Personen mit dem neuartigen Sars-CoV-2-Virus infiziert.

Einen ähnlich großen Corona-Ausbruch – ein sogenanntes Corona-Cluster – gab es auch im Ludwig-Danneel-Haus in Ludwigslust. Dort hatten sich 74 Menschen infiziert – 45 Bewohnerinnen und Bewohner sowie 29 Mitarbeiter. Den letzten Corona-Infektionsfall hat es am 6. Februar dieses Jahres gegeben.

„Grundsätzlich verfahren wir bei größeren Ausbruchsgeschehen gleich“, sagt Amtsärztin Dr. Ute Siering. „In Absprache mit dem LAGuS MV haben wir entschieden, in den Alten- und Pflegeheimen, in denen zahlreiche Positivfälle aufgetreten sind, erst einmal nicht gegen das Virus zu impfen“, so Dr. Siering.

Gemeinsam mit sogenannten Containment-Scouts des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (LAGuS) MV werden die Corona-Cluster analysiert und weiterhin betreut. Da der Corona-Ausbruch im Ludwig-Danneel-Haus Ludwigslust jetzt einzugrenzen bzw. am Abklingen ist, kann auch hier mit den Impfungen gegen das Coronavirus begonnen werden. „Wir vergessen niemanden“, sagt Landrat Stefan Sternberg.

„Uns ist es wichtig, bei solch großen Ausbruchsgeschehen überlegt und verantwortungsbewusst zu handeln. Umso mehr freut es mich, dass wir jetzt mit den Nachimpfungen in den Pflegeeinrichtungen beginnen können. Das bedeutet nämlich, dass wir die Ausbruchsgeschehen in den Griff bekommen haben.“

Neben dem „Haus am Freistrom“ in Lübz und dem Ludwig-Danneel-Haus in Ludwigslust gab es auch mehrere Corona-Fälle im DRK-Pflegeheim in Lübtheen. In den kommenden Tagen werden auch hier die Bewohnerinnen und Bewohner sowie Mitarbeiter, die keine Infektion durchgemacht haben, gegen das Sars-CoV-2-Virus geimpft. Grundsätzlich gelten Personen, die eine Coronavirus-Infektion durchgemacht und überstanden haben als immun. Das Robert-Koch-Institut (RKI) sagt: „Aufgrund dieser anzunehmenden Immunität nach durchgemachter Infektion und zur Vermeidung überschießender Nebenwirkungen sowie in Anbetracht des bestehenden Impfstoffmangels sollten ehemals an Covid-19 erkrankte Personen nach Ansicht der STIKO (Ständige Impfkommission) unter Berücksichtigung der Priorisierung im Regelfall etwa sechs Monate nach Genesung geimpft werden.“

Ein größeres Ausbruchsgeschehen gibt es noch immer im DRK-Pflegeheim Sternberg, weshalb in dieser Einrichtung derzeit keine Impfungen vorgenommen werden. Sobald das Corona-Cluster vom Gesundheitsamt des Landkreises als beendet angesehen wird, können auch hier die Nachimpfungen gegen das Coronavirus erfolgen. „Solange aber bitten wir die Bewohnerinnen und Bewohner sowie Mitarbeiter um Geduld. Ich bin mir dessen bewusst, dass es für alle Beteiligten keine leichte Zeit ist“, sagt Landrat Sternberg, der zeitgleich um Vertrauen in die Arbeit des Landkreises bittet.

Im DRK-Pflegeheim Sternberg wurden am vergangenen Wochenende (13.02.2021) noch einmal 23 positive Coronafälle registriert. „Der Fall in Sternberg zeigt, dass bislang negativ getestete Personen inkubiert sein und noch positiv werden können“, sagt Dr. Ute Siering. Insgesamt haben sich in der Einrichtung 97 Personen mit dem Virus angesteckt. Auch hier sind sogenannte Containment-Scouts zur Analyse im Einsatz. Bislang wurden im Landkreis Ludwigslust-Parchim 11.731 Impfungen im Kampf gegen die CoronaPandemie gesetzt (Stand: 15.02.2021). Darunter sind 7610 Erstimpfungen und 4121 Zweitimpfungen. In der vergangenen Woche hat der Landkreis Ludwigslust-Parchim auch mit dem Verimpfen von AstraZeneca begonnen. Hier setzt der Landkreis auf eine Kooperation unter anderem mit dem Westmecklenburg-Klinikum Helene von Bülow in Ludwigslust. Weitere Standorte werden folgen, um ein flächendeckendes Netz aufbauen zu können. „Ich freue mich sehr, über die gute Zusammenarbeit mit Frau Dr. Siering im Gesundheitsamt des Landkreises. Wir alle wissen, nur gemeinsam werden wir die schwierige Krise meistern können. Der Landkreis und die Stiftung verstehen sich deshalb in deren Bewältigung als engste Partner. Das ist wichtig für unsere Mitarbeiter, die in dieser Ausnahmesituation genauso extrem gefordert sind, wie diejenigen, in Verwaltung und Organisation im Land“, sagt Stiftspropst Jürgen Stobbe.
Quelle: Landkreis Ludwigslust-Parchim
Redaktion Maik Thomaß
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