6000 feiernde Fans, aber kein Wort zu den Coronaregeln
Bereits seit dem Vormittag waren die Landes- und Bundespolizei im Rostocker Stadtbereich rund um das Stadion sowie am Hauptbahnhof mit Kräften präsent, um das Einsatzgeschehen in einen friedlichen Verlauf zu lenken. Die Polizeikräfte begleiteten die Hansa Fans während des gesamten Tages sowohl während der Anreise als auch bei den Fanmärschen sowie bei der Abschlussfeier am Neuen Markt.
Nach Ende des Spiels drangen Fans aus dem Leichtathletikstadion widerrechtlich ins Ostseestadion ein. Vereinzelt schossen sie Feuerwerkskörper in Richtung der Einsatzkräfte ab.
Entgegen der Veröffentlichung aus der Pressemitteilung wurde hierdurch kein Beamter verletzt. Die gemeldete Verletzung zog sich der Polizeibeamte durch einen Flaschenwurf zu.
Der Leiter der Polizeiinspektion Rostock, PD Achim Segebarth, sowie der Leiter der Bundespolizeiinspektion Rostock, POR Ralf Scheiner, ziehen zum Einsatzende ein gemeinsames Fazit: "Dass die Fans den möglichen Aufstieg ihrer Mannschaft entsprechend feiern werden, war für uns als Polizei zu erwarten. Im Anbetracht der emotionalen Stimmung der Fans bezüglich des Spiels haben wir uns daher bewusst für eine äußerst deeskalierende und zurückhaltende Einsatztaktik entschieden. Trotz des starken Einsatzes von Pyrotechnik und einzelner Flaschenwürfe seitens der Hansa Fans waren wenige Verletzte zu verzeichnen."
Aktuell hat die Polizei Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Körperverletzung, des Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte, der Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole sowie eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet.
Quelle: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/108765/4922317