Verkehrsministerkonferenz in Bremen beendet

Benutzeravatar
Maik Thomaß
Administrator
Beiträge: 37637
Registriert: 12.04.2016, 14:03
Wohnort: Rostock

Verkehrsministerkonferenz in Bremen beendet

Ungelesener Beitrag von Maik Thomaß »

Verkehrsministerkonferenz in Bremen beendet

Schwerin - In der Hansestadt Bremen ist am 5. Mai 2022 die Verkehrsministerkonferenz (VMK) aller Bundesländer mit Bundesverkehrsminister Volker Wissing zu Ende gegangen. Im Rahmen der Konferenz wurde das 9-Euro-Ticket diskutiert. „Das Ticket droht zu einem ´Strohfeuer´ zu werden. Zu wenig Personal bei den Verkehrsunternehmen und zu volle Waggons in der Hauptsaison werden nicht für eine wachsende Akzeptanz im ÖPNV sorgen. Völlig ungeklärt ist darüber hinaus, was in der Zeit nach dem 9-Euro-Ticket kommt. Die Fahrgäste werden überzeugende Angebote erwarten, die die Länder aufgrund der noch zusätzlich fehlenden Regionalisierungsmittel nicht finanzieren können. Wir fordern mit aller Deutlichkeit, dass der Bund zur Aussage im Koalitionsvertrag steht und die Länder beim Ausbau des ÖPNV durch Aufstockung der Regionalisierungsmittel unterstützt. Das muss auch bereits in diesem Jahr kommen. Das ist notwendig, um das bestehende Angebot im ÖPNV aufrechtzuerhalten“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Verkehrsminister Reinhard Meyer in Bremen. Von den insgesamt 2,5 Milliarden Euro für das 9-Euro-Ticket entfallen gemäß dem Verteilschlüssel des Bundes bislang 34,1 Millionen Euro auf Mecklenburg-Vorpommern.

Tourismusregionen sind besonders betroffen
Bei den Verkehrsunternehmen werden hohe Erlösausfälle erwartet, insbesondere in den Tourismusregionen. Der Minister rechnet gerade im Sommer teilweise mit einer Überlastung auf einigen Strecken im Tourismusland Mecklenburg-Vorpommern. „Insbesondere die Verbindungen im Schienenpersonenfahrverkehr aus Berlin und Hamburg zu den Tourismusgebieten der Ostsee werden betroffen sein, aber auch der öffentliche Personennahverkehr vor Ort in den touristischen Gebieten. Hauptproblem ist jedoch die Verfügbarkeit von Fahrzeugen. Dies ist für ein Tourismusland wie Mecklenburg-Vorpommern mit hohen Besucherzahlen im Sommer nicht akzeptabel. Der Bund muss hier gemeinsam mit den Anbietern darauf hinwirken, dass genügend Kapazitäten zur Verfügung stehen, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden. Niemand möchte mit überfüllten Zügen in den Urlaub fahren“, erklärte Minister Meyer nach der Konferenz.

ÖPNV Rettungsschirm bleibt aufgespannt
Seit Ausbruch der Corona-Pandemie leidet der öffentliche Personennahverkehr unter rückgängigen Fahrgastzahlen. Im Rahmen der Pandemie wurde für den öffentlichen Personennahverkehr für die Jahre 2020 und 2021 ein Rettungsschirm von Bund, Ländern und Kommunen aufgespannt. „Damit konnte das Fahrplanangebot im Land aufrechterhalten bleiben und die Verkehrsunternehmen wirtschaftlich stabilisiert werden. Auf der Konferenz in Bremen hat der Bund nun weitere 1,2 Milliarden Euro für pandemiebedingte Kosten der Länder im ÖPNV zugesagt. Das begrüßen wir ausdrücklich“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Verkehrsminister Reinhard Meyer abschließend.
Redaktion Maik Thomaß
Antworten

Zurück zu „MVL 2022“