Verkehrsministerkonferenz in Bremen beendet
Verfasst: 05.05.2022, 18:07
Verkehrsministerkonferenz in Bremen beendet
Tourismusregionen sind besonders betroffen
Bei den Verkehrsunternehmen werden hohe Erlösausfälle erwartet, insbesondere in den Tourismusregionen. Der Minister rechnet gerade im Sommer teilweise mit einer Überlastung auf einigen Strecken im Tourismusland Mecklenburg-Vorpommern. „Insbesondere die Verbindungen im Schienenpersonenfahrverkehr aus Berlin und Hamburg zu den Tourismusgebieten der Ostsee werden betroffen sein, aber auch der öffentliche Personennahverkehr vor Ort in den touristischen Gebieten. Hauptproblem ist jedoch die Verfügbarkeit von Fahrzeugen. Dies ist für ein Tourismusland wie Mecklenburg-Vorpommern mit hohen Besucherzahlen im Sommer nicht akzeptabel. Der Bund muss hier gemeinsam mit den Anbietern darauf hinwirken, dass genügend Kapazitäten zur Verfügung stehen, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden. Niemand möchte mit überfüllten Zügen in den Urlaub fahren“, erklärte Minister Meyer nach der Konferenz.ÖPNV Rettungsschirm bleibt aufgespannt
Seit Ausbruch der Corona-Pandemie leidet der öffentliche Personennahverkehr unter rückgängigen Fahrgastzahlen. Im Rahmen der Pandemie wurde für den öffentlichen Personennahverkehr für die Jahre 2020 und 2021 ein Rettungsschirm von Bund, Ländern und Kommunen aufgespannt. „Damit konnte das Fahrplanangebot im Land aufrechterhalten bleiben und die Verkehrsunternehmen wirtschaftlich stabilisiert werden. Auf der Konferenz in Bremen hat der Bund nun weitere 1,2 Milliarden Euro für pandemiebedingte Kosten der Länder im ÖPNV zugesagt. Das begrüßen wir ausdrücklich“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Verkehrsminister Reinhard Meyer abschließend.