JFMK will Prävention und Hilfen im Kinderschutz weiter verbessern und Vereinfachung des Elterngeldes

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Maik Thomaß
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JFMK will Prävention und Hilfen im Kinderschutz weiter verbessern und Vereinfachung des Elterngeldes

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JFMK will Prävention und Hilfen im Kinderschutz weiter verbessern und Vereinfachung des Elterngeldes

Schwerin - Die für Kinder-, Jugend- und Familienpolitik zuständigen Ministerinnen und Minister der Länder haben auf ihrer diesjährigen Hauptkonferenz (JFMK) in Berlin den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe von höchster Priorität hervorgehoben.

„Kinder und Jugendliche zu schützen, liegt vor allem in der Verantwortung ihrer Eltern, aber auch in der Verantwortung ihres sozialen Umfeldes. Zugleich sind Personen, die in Ausübung ihrer beruflichen oder ehrenamtlichen Tätigkeit in Kontakt mit Kindern und Jugendlichen kommen sowie Einrichtungen und Institutionen, in denen Kinder und Jugendliche leben und sich aufhalten wichtige Akteure im Kinderschutz“, sagte Sozialministerin Stefanie Drese am Freitag nach Abschluss der Konferenz.

In einem Beschluss werden insbesondere in den Bereichen der Aus- und Fortbildung sowie Qualifizierung weitere Verbesserungsmöglichkeiten konkretisiert. So hält die JFMK es für erforderlich, die Handlungskompetenz zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt noch stärker zum Pflichtbestandteil relevanter Studiengänge sowie beruflicher Ausbildungsgänge zu machen. „Das gilt vor allem für die Studiengänge der Sozialpädagogik, der Heilpädagogik und der Sozialen Arbeit, der Humanmedizin, des Polizeiwesens, der Rechtsberufe und des Lehramts für Schulen sowie die Erzieher-Fachschulausbildung und die Gesundheitsfachberufe“, so Drese.

Die JFMK spricht sich zudem dafür aus, die Vergabe öffentlicher Mittel für Programme und Projekte für Kinder und Jugendliche schrittweise an eine Verpflichtung zur Vorlage und Umsetzung von Kinderschutzkonzepten zu knüpfen. Drese: „Das Vorhandensein von Schutzkonzepten in Einrichtungen, in denen Kinder und Jugendliche einen Teil ihrer täglichen Zeit verbringen, stellt eines der zentralen Instrumente der Prävention sexualisierter Gewalt dar.“

Ein weiteres Thema der JFMK war die Vereinfachung des Elterngeldes. „Es ist gut, dass Eltern unter zahlreichen Optionen wählen können. Dadurch haben sie die Möglichkeit, den Elterngeldbezug an ihre individuellen Wünsche und Bedürfnisse anzupassen“, sagte Drese.

Diese Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten habe jedoch auch Nachteile: Eltern fühlen sich durch die Komplexität überfordert.

„Wir begrüßen die Absicht der Bundesregierung, das Elterngeld weiter zu entwickeln, zu vereinfachen und zu digitalisieren“, verdeutlichte Ministerin Drese. Das müsse für Eltern und Elterngeldstellen aber auch konkrete Erleichterungen bewirken. Die JFMK fordert deshalb, ein Konzept zur Vereinfachung des Elterngeldes frühzeitig mit den Ländern abzustimmen.
Redaktion Maik Thomaß
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