Delegationsreise nach Krakau: Kulturministerin Martin besucht Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Auschwitz
„Das Erinnern an den Holocaust und an die Greueltaten, die der Nationalsozialismus über Europa und die ganze Welt gebracht hat, ist für uns eine historische und politische Verpflichtung. Nur wenn wir die Erinnerung an dieses Menschheitsverbrechen wachhalten, können wir verhindern, dass so etwas jemals wieder geschieht. Der politischen Bildung und der Gedenkstättenarbeit kommt hierbei eine sehr wichtige Rolle zu. Da es immer weniger Zeitzeugen gibt, gewinnen beispielsweise die Gedenkstättenfahren von Jugendlichen - auch an die vielen Gedenkstätten im eigenen Land - weiter an Bedeutung. Unsere Gedenkstätten sind zentrale Orte der historisch-politischen Bildungsarbeit. Die verstärkte Unterstützung der Gedenkfahrten ist für die Landesregierung deshalb ein wichtiges Anliegen.
Denn das Wissen über unsere Geschichte, Bildungsarbeit und der internationale Jugendaustausch sind wichtige Schritte, um gegen den nach wie vor existierenden Antisemitismus in unserer Gesellschaft vorzugehen.
Ich freue mich auf den intensiven Austausch mit unseren polnischen Nachbarn in den kommenden Tagen über die Erinnerungskultur und das Gedenken.“
Weitere Termine sind u.a.:
- Besichtigung des Museums Fabryka Emalia Oskara Schindlera in Krakau und Gespräche. Es ist im Gebäude der früheren Emailwarenfabrik Oskar Schindlers untergebracht, der im Zweiten Weltkrieg etwa 1.200 jüdische Zwangsarbeiterinnen und -arbeiter vor der Ermordung durch die Nationalsozialisten rettete.
- Besuch des Jüdischen Museums Galizien im Krakauer Stadtteil Kazimierz - Ausstellungen "Spuren der Erinnerung" und "10 polnische Städte, 10 jüdische Geschichten".