Universitätsmedizin bekommt Zuschuss für Geothermieanlage
Die Universitätsmedizin plant den Neubau „Zentrale Medizinische Funktionen“. Im Zuge der Sanierungs- und Neubaumaßnahmen soll ein modernes und wirtschaftliches Haustechnikkonzept umgesetzt werden, welches auf dem Einsatz energieeffizienter Technologien und regenerativen Energien basiert.
Aufgrund des genehmigten vorzeitigen Maßnahmenbeginns konnte bereits eine Geothermieanlage bestehend aus ca. 50 Erdwärmesonden mit einer Tiefe von 110 Metern in Kombination mit einer Geo-Kälte-Wärme-Verbundanlage errichtet werden. Die Energiezentrale des Geo-Kälte-Wärmeverbundes ermöglicht es, Heiz- und Kühlverbraucher gleichzeitig mit der benötigten Heizwärme bzw. Klimakälte zu versorgen. Unter Nutzung optimierter Wärmerückgewinnung wird unterbilanzierte Wärme oder Kälte durch die geothermische Quelle ausgeglichen. Dabei dient das Erdreich über die Erdwärmesonden als Wechselspeicher. Das Verbundsystem überprüft die Kühl- und Heizanforderungen und nutzt die Geothermie als Wärmequelle oder Wärmesenke.
Die Spitzenlastabdeckung für die Beheizung kann mit der am Standort anliegenden Fernwärme erfolgen. Einen zusätzlichen Kältebedarf sichern Freikühler und eine Kompressionskältemaschine ab. Ein softwaregestütztes Energiemanagement steuert den sparsamen Energieverbrauch.
Mit der Investition wird eine jährlich nutzbare Wärmemenge von 1,35 Millionen Kilowattstunden bereitgestellt und der Energieverbrauch um 1,17 Millionen Kilowattstunden gesenkt. Eine Kohlendioxideinsparung von bis zu rund 97 Tonnen jährlich wird erwartet.