MV rollt auf Berlinale „Roten Teppich ans Meer“ aus

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Maik Thomaß
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MV rollt auf Berlinale „Roten Teppich ans Meer“ aus

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MV rollt auf Berlinale „Roten Teppich ans Meer“ aus

Schwerin, Berlin - Im Rahmen der 74. Berlinale präsentierte sich auch das Filmland Mecklenburg-Vorpommern in der Bundeshauptstadt auf dem international bedeutenden Filmfestival. Am Abend des 16. Februar 2024 lud die Landesregierung zum MV-Filmempfang unter dem Motto „Roter Teppich ans Meer“ in die Landesvertretung in Berlin ein.

In ihrer Rede auf dem Empfang betonte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig die wachsende Bedeutung der Filmproduktion für Mecklenburg-Vorpommern und brachte ihre Freude zum Ausdruck, dass immer mehr Film- und Serienproduzenten die Schönheit Mecklenburg-Vorpommerns als Drehort entdecken würden. Es sei deshalb der richtige Schritt gewesen, 2020 die Film-, Festival- und Kinoförderung mit der Gesellschaft MV Filmförderung unter einem Dach zu vereinen und so einen zentralen Ansprechpartner für die Filmbranche zu schaffen. Seitdem habe die Landesregierung die Filmförderung finanziell verdoppelt. MV sei damit als Drehort für Produzenten aus dem In- und Ausland hoch attraktiv sein, so Schwesig.

Kulturministerin Bettina Martin sprach über die aktuellen Entwicklungen in der Filmförderung und die Diskussion zwischen Bund und Ländern über die Reform des Filmförderungsgesetzes des Bundes. Dabei kündigte sie an, dass im Zuge der Reform der Filmförderung auf Bundesebene auch die Filmförderrichtlinie in Mecklenburg-Vorpommern weiterentwickelt werde. Martin hatte am Freitagmorgen beim filmpolitischen Gespräch der Länder mit der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien, Claudia Roth, teilgenommen und die Interessen des Filmstandorts MV vertreten.

„Seit Anfang der Woche liegt nun endlich der Referentenentwurf für das neue Filmfördergesetz des Bundes vor. Außerdem plant der Bund einen sehr grundlegenden Umbau der Filmförderung durch die Einführung eines Steueranreizmodells und einer Investitionsverpflichtung. Ich werde sehr genau darauf achten, dass die spezifischen Interessen unseres eher kleinen Filmstandorts bei der Reform zum Zuge kommen. So ist es bereits gelungen, dass die zunächst im neuen Filmförderungsgesetzes des Bundes (FFG) vorgesehenen Mindestförderquoten von 20 Prozent nicht mehr im Entwurf enthalten sind. Diese hätten die Filmförderungen in Ländern wie MV stark gefährdet. In den kommenden Monaten wird die Debatte zwischen Bund und Ländern weitergehen. Denn einig sind wir uns, dass diese Reform kommen muss, damit Deutschland für Filmproduktionen international wettbewerbsfähiger wird“, so Martin. „Das neue Bundesgesetz wird nach seiner Verabschiedung die Grundlage bilden, um die Filmförderrichtlinie MV weiter zu entwickeln. Wir haben in Mecklenburg-Vorpommern eine kleine, aber äußerst kreative Szene von Filmschaffenden und Festivalveranstaltern, die wir weiter gut unterstützen wollen. Die Filmbranche im Land konnte bereits von den Verbesserungen durch die Neuaufstellung der Landesfilmförderung vor rund drei Jahren profitieren. Auf diese Erfolge gilt es nun aufzubauen. Dazu werden wir auch weiterhin intensiv mit den beteiligten Akteuren in unserem Bundesland im Gespräch bleiben.

Die im vergangenen Jahr begonnene Reihe von Netzwerktreffen mit den Interessenvertreterinnen und -vertretern aus der Film-, Festival- und Kinobranche ist dafür ein gutes Format. Bei der nächsten Sitzung im März werden wir sicher viel zu besprechen haben. Dabei wird es auch um das wichtige Thema der Talentförderung gehen.“

MV engagiert sich umfassend für die Förderung aufstrebender Filmemacherinnen und Filmemacher. Dies reicht vom Fifty-Fifty-Abkommen mit dem ZDF über die Unterstützung des FiSH Filmfestivals in Rostock und der Kurzfilmwerkstatt in der Rostocker Hochschule für Musik und Theater mit dem renommierten Regisseur Andreas Dresen bis hin zu Trainingsprogrammen auf dem europäischen Filmmarkt. In diesem Jahr hat die MV Filmförderung ein spezielles Programm ins Leben gerufen, das es Talenten ermöglicht, sich gemeinsam mit einem Partner um eine Projektentwicklung inklusive Training auf dem Filmfestival in Cannes zu bewerben (Einzureichen noch bis 3. März 2024, Infos unter http://www.mv-filmfoerderung.de).

Die MV Filmförderung hat im Jahr 2023 insgesamt rund 2,5 Millionen Euro Fördermittel für 58 Projekte vergeben.

Staatssekretärin Jutta Bieringer betonte: „Ob erfahrene Filmemacherinnen und Filmemacher oder junge Talente – wir wollen unterstützen, damit Geschichten aus MV und in MV erzählt werden. Und wir wollen damit als Drehort für nationale und internationale Produzenten attraktiv sein. Denn Filme und Serien, die in Mecklenburg-Vorpommern entstehen und unser Land als Drehort haben, sind auch ein kulturelles und touristisches Aushängeschild für unser Bundesland, das weit über seine Grenzen hinauswirkt.“

Olaf Jacobs, Geschäftsführer der MV Filmförderung, gab am Abend Einblicke in aktuelle Produktionen aus dem Land, darunter auch der Film „Die Herrlichkeit des Lebens“ des Regie-Duos Judith Kaufmann und Georg Maas. In einem Filmtalk sprach er mit dem Produzenten Helge Sasse, dem Regisseur und Drehbuchautor Georg Maas, sowie den beiden Hauptdarstellern Henriette Confurius und Sabin Tambrea über die Entstehung des Films und die Dreharbeiten auf der Halbinsel Wustrow und dem Gut Belitz. Die deutsch-österreichische Bestsellerverfilmung erzählt, basierend auf dem gleichnamigen Roman von Michael Kumpfmüller, die Liebesgeschichte zwischen Franz Kafka und der tanzbegabten Dora Diamant in den 1920er Jahren. Die Produktion wurde durch die MV Filmförderung mit 325.000 Euro unterstützt und zu großen Teilen in Mecklenburg-Vorpommern gedreht. Am 14. März startet er offiziell in den Kinos.
Franz Kafkas Todestag jährt sich in diesem Jahr zum 100. Mal.

Musikalisch begleitet wurde der Festabend durch das Rostocker Trio „SYNTHESIA“.
Redaktion Maik Thomaß
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